Die Begeisterung der "AG Geschichte" des Dientzenhofer-Gymnasiums (DG) für das Thema "Essen und Trinken" war selbstredend gewaltig. Fast noch größer war dann die Freude über den Gewinn des ersten Hauptpreises für Gymnasien beim Landeswettbewerb "Erinnerungszeichen" mit ihrem Beitrag "Wie die Bamberger aßen, tranken und feierten". Damit ist dem DG die Titelverteidigung gelungen, nachdem schon im vergangenen Jahr die damalige Klasse 8b mit ihrem Beitrag "Bamberg und Napoleon" den ersten Preis gewonnen hatte.
Die sechs Schüler Lorenz Fugmann, Maximilian Bohun, Philipp Müller, Max Einwich (alle 9. Klasse), Fabian Martin und Raimund Chudoba (beide Q11) recherchierten u. a. im Stadtarchiv zu den Bamberger Gärtnern, führten Zeitzeugeninterviews mit Urgroßeltern über die Nahrungsversorgung in der Nachkriegszeit oder befragten die Stadtheimatpflegerin als Expertin zu den Lebensmittelproduzenten in Bamberg. Ein altes, handgeschriebenes Kochbuch wurde auf dem Dachboden gefunden und lieferte interessante Einblicke.
An einem Beispiel aus Gundelsheim wurde der Wandel der Wirtshauskultur erforscht. So entstand eine interaktive Präsentation mit zahlreichen Querverbindungen. Die Laudatio lobte, sie erfülle die Anforderungen des Geschichtswettbewerbs, der Jugendliche einlädt, sich auf die Suche nach Spuren der Vergangenheit zu begeben, in herausragender Weise.
Zur Preisverleihung fuhren die Schüler dank finanzieller Unterstützung des DG-Fördervereins nach München in die Residenz, wo nach einer Begrüßung durch den bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) die Urkunden überreicht wurden.
Bertram Wagner