Ein Team des Schülerforschungszentrums (SFZ) an der Universität Bayreuth ist als Sieger aus der deutschen Physikmeisterschaft hervorgegangen.

Die Endrunde dieses Wettbewerbs, des GYPT (German Young Physicist Tournament), fand im Physikzentrum in Bad Honnef statt. Das Team mit Thomas Kornalik vom Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim (EGF), Saskia Drechsel vom Glückauf-Gymnasium Dippoldiswalde (Sachsen) und Tarik Becic vom Frankenwald-Gymnasium Kronach setzte sich in der Endrunde gegen 27 weitere Teams durchsetzen. Die Vizemeisterschaft errang das zweite Bayreuther Team.

In der Einzelwertung belegten Teammitglieder des Bayreuther SFZ alle drei Spitzenplätze. Siegerin war Saskia Drechsel, Thomas Kornalik wurde Zweiter, der dritte Platz ging an Sebastian Heiss.

"Eine bessere Bestätigung für unsere Exzellenzförderung ist bei dieser leistungsstarken Konkurrenz - unter anderem aus München, Berlin und Ulm - kaum vorstellbar", sagt der Leiter des SFZ, Walter Zimmermann. Das SFZ ist eine Einrichtung der Technologie-Allianz Oberfranken (TAO), in der die vier oberfränkischen Hochschulen - die Universitäten Bamberg und Bayreuth sowie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Coburg und Hof - kooperieren.

Bei der deutschen Physikmeisterschaft ging es ähnlich wie bei einer internationalen Wissenschaftstagung zu: Die Schüler präsentierten ihre in Bayreuth erzielten Forschungsergebnisse in englischer Sprache und mussten sich anschließend zahlreichen kritischen Fragen stellen - sowohl von konkurrierenden Teams als auch seitens der hochkarätig besetzten Jury. Das Bayreuther Siegerteam begeisterte mit einem Vortrag von Thomas Kornalik über die sogenannte "Magnetic Levitation". Magnetische Rührer werden für unterschiedliche Zwecke in Laboratorien, insbesondere in Chemielabors, genutzt. Dabei wird ein Magnetstäbchen in einem Glasbehälter durch ein äußeres rotierendes Magnetfeld in Drehung versetzt. Oberhalb einer bestimmten Drehzahl kann das Stäbchen im Gefäß mit dem angelegten drehenden Magnetfeld nicht mehr Schritt halten: Das Magnetstäbchen beginnt zu schweben. Infolgedessen kann der magnetische Rührer seine eigentliche Aufgabe, Flüssigkeiten miteinander zu vermischen, nicht mehr erfüllen. Während Thomas Kornalik das Publikum mit seinem Vortrag in den Bann zog, überzeugte Saskia Drechsel mit ihrer kritischen Diskussion eines "gegnerischen" Vortrags. red