Etwa 3,2 Millionen Euro würde es nach dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) kosten, um Stadtsteinach vom jetzigen Verkehrshindernis für Schwertransporter in ein lebens- und liebenswertes Städtchen mit einer weitläufigen Umgehungsstraße umzubauen.

Bei Zuschüssen von 60 Prozent aus der Städtebauförderung würde das eine Belastung des Stadtsäckels von 1,2 Millionen Euro bedeuten - zusätzlich zu den laufenden Kosten. Nach zweijähriger Analyse ist das Konzept nun fertiggestellt.

Suche nach perfekter Lösung

Alexander Eberl von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft hat die Isek-Studie nun an Bürgermeister Roland Wolfrum übergeben. Sie könne nur Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven für die Stadt aufzeigen oder Projekte beschreiben, ohne dafür gleich perfekte Lösungen anzubieten, betonte Eberl. Auch zeige die Kostenschätzung nur eine Tendenz dessen, was die Stadt möglicherweise ausgeben müsste. Einige Projekte hat der Stadtrat bereits in Angriff genommen: den Stadtpark, einen Teil der Wehrstraße, die Stadtmauer und die Generalsanierung der Schule.

Freibadsanierung in Aussicht

Eine Restaurierung des Freibads scheint zumindest in Aussicht zu sein. Ein Umbau des Altenheims ist bereits in Planung, ebenso ein Gebäude für Betreutes Wohnen daneben. Die Erweiterung der Kinderbetreuung ist noch im Gespräch.

Die Sicherung und Aufwertung des Standorts Stadtsteinach für die Ausbildung in Gesundheits- und Pflegeberufen ist, wie gestern berichtet, gesichert. Auch im Bereich des Rettungswesens bleibt Stadtsteinach mit der neuen BRK-Rettungswache und der Stationierung der neuen Drehleiter der Feuerwehr ein zentraler Stützpunkt im Kreis.

Für den Bereich Wohnen und Wohnungsbau sind laut Isek-Analyse noch insgesamt 15 Hektar bebaubare Flächen im Stadtgebiet vorhanden, die allerdings zu 80 Prozent in Privatbesitz sind und damit als städtisches Bauland (noch) nicht zur Verfügung stehen. Für Bauland gibt es allerdings sehr wohl Nachfrage in Stadtsteinach, betonte Wolfrum. Für die online freigeschaltete Option für die sieben neuen Bauplätze an der Roßbachleite habe bereits nach einer Minute die erste Reservierung vorgelegen; nach sechs Stunden seien schon fünf Grundstücke vorgemerkt gewesen.

Zur Leerstandsbeseitigung schlägt die Isek-Studie vor, das Interesse von Bauwilligen auf bestehende Gebäude zu lenken, die mögliche Neubürger für ihre Zwecke umbauen könnten. Des Weiteren könnte durch Zuschüsse für Fassadenerneuerungen das Bild der Stadt verbessert werden.

Noch vage bleiben die Neugestaltung der Kulmbacher Straße und des Marktplatzes, die sinnvollerweise erst nach der Eröffnung der Umgehung in Angriff genommen werden können. klk