Eine Belastung für Lindau sieht Burkhard Hartmann durch die Ausschilderung zum Badesee, die den Verkehr aus Richtung Bayreuth über Fohlenhof und Lindau führt. Er bat in der Bürgerversammlung darum, diese Straßenführung zu überdenken und eventuell auch zu ändern.
"Seit 20 Jahren werden die Badegäste durch Lindau geleitet. Am Abend kommt man aus dem Hof nicht mehr raus. Vielleicht könnte man die Autos in den nächsten 20 Jahren auch mal auf einer anderen Route an ihr Ziel lotsen", sagte er. Nachdem die Zufahrt über den Weiherweg vor Jahren durch die Bahn AG für Fahrzeuge gesperrt wurde, bleibt eigentlich nur der Weg durch den ganzen Ort und die Lindauer Straße, um von Harsdorf kommend auf die gegenüberliegende Seite zu gelangen.
Das brachte wiederum Helmut Löffler dazu, darauf hinzuweisen, dass die Lindauer Straße schon durch die Besucher aus Richtung Kulmbach, Neuenmarkt und Himmelkron genug belastet sei.


Gehsteig ist krumm und schief

Ansonsten hielten sich die Wortmeldungen zu örtlichen Problemen in Grenzen. Hannelore Fronzek bemängelte den schlechten Zustand des Gehsteiges in der Berliner Straße. Der sei bei der ersten Ausbaustufe des DSL-Anschlusses sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. "Die Steine liegen schief und krumm, das schaut furchtbar aus. Eine ordentliche Schneeräumung ist auch nicht mehr möglich." Bürgermeister Werner Diersch sagte eine Prüfung zu.
Für Helmut Löffler sind die langen Wartezeiten an den beiden innerörtlichen Bahnübergängen in der Bayreuther und der Berliner Straße ein Ärgernis. "Nachdem die bahntechnischen Arbeiten seit Dezember auch am Übergang Weiherweg abgeschlossen sind, muss es doch möglich sein, hier eine merkliche Verbesserung, sprich Verkürzung der Schließzeiten, herbeizuführen." Löffler führte zum Vergleich die Übergänge in Schlömen und beim ehemaligen "Posten 70" zwischen Trebgast und Harsdorf an, die wesentlich kürzer getaktet seien. Hier sei seiner Meinung nach ein Vorstoß bei der DB Netz AG notwendig.
Auskunft über den Stand in Sachen "Anbindung an andere Fahrradwege" wollte Käthe Friedrich haben. "In Richtung Schlömen wären von unserer Seite aus alle Vorkehrungen für einen geteerten Radweg getroffen. Die Trasse verliert sich aber zwischen Trebgast und Neuenmarkt im Niemandsland", antwortete der Bürgermeister. "Eigentlich sollten darauf schon meine Kinder fahren. Jetzt hoffe ich, dass ihn vielleicht mal meine Enkel nutzen können." Aber da müsse noch mit der Nachbargemeinde gesprochen werden.
Eine Verbindung nach Lindau ist laut Diersch immer noch am Rande des Lindauer Moor auf einem neu zu schaffenden Wirtschaftsweg geplant. Über dessen Notwendigkeit müssten sich aber die Lindauer Landwirte erst noch einigen.
Um den Baumbestand auf dem Gelände des Badesees macht sich Emil Hahn Sorgen. "Die Bäume sind jetzt alle 40 Jahre alt. Vor allem entlang des Trebgast-Baches sind einige Birken marode und wegen des hohen Wasserstandes buchstäblich ersoffen." Hahn regte eine regelmäßige Neupflanzung an. "Auch ein oder zwei Bäume pro Jahr wäre schon ein Anfang." Der Bürgermeister versprach, die Anregung aufzunehmen.
Auch im Hinblick auf einige Gewerbetreibende fragte Burkhard Hartmann, ob die Gemeinde Einfluss auf den Ausbau des Mobilfunknetzes in Lindau nehmen könne. Was den Handyempfang betreffe, befinde man sich hier "im Tal der Ahnungslosen". Bürgermeister Werner Diersch verwies auf den LTE-Funkmast auf der Michelsreuther Höhe, der eigentlich für die Versorgung des ganzen Tals ausgerichtet sei. Allerdings liege der nördliche Ortsteil im Windschatten eines Berges. Er sicherte zu, die beiden Anbieter zu kontaktieren.


Beim Breitband ganz schnell

Zuvor berichtete der Bürgermeister über die Arbeit im Gemeinderat. "Mit der zweiten Stufe des Breitbandausbaus sind wir früh gestartet und jetzt in der Breite gut aufgestellt. 81 Prozent der Gebäude in der Gemeinde sind mit über 30 Megabit in der Sekunde versorgt, 98 Prozent mit über 16. Die Investition von 441 000 Euro wurde mit 90 Prozent gefördert."