Das Kreuz steht am Ende der Längsachse. Wer den Weingartsgreuther Friedhof betritt, kommt nicht umhin, den Blick darauf zu richten. Künftig soll es noch mehr in den Mittelpunkt rücken. Rings um das Steinkreuz ist die Erweiterung des Friedhofs durch eine Urnenabteilung geplant. Mit dieser Erweiterung will die evangelische Kirchengemeinde der zunehmenden Nachfrage nach Urnengräbern entsprechen.

In seiner Sitzung konnte der Gemeinderat die Planung des Landschaftsarchitekten Detlef von Witzleben begutachten, die als Voranfrage für die Gestaltung des Geländes bei der Gemeinde eingereicht wurde. Das Konzept fand in vollem Umfang die Zustimmung des Gremiums. Pfarrerin Kathrin Seeliger, die neben Mühlhausen auch die Schlosskirchengemeinde Weingartsgreuth betreut, zeigt sich hinsichtlich der Umsetzung noch etwas vorsichtig: "Das kann noch dauern", erklärt sie auf die Frage nach einem Termin. Die Kirchengemeinde müsse jetzt in das Genehmigungsverfahren mit den Behörden einsteigen. Auch die Genehmigung der Kirchenleitung müsse eingeholt werden.

In der Gemeinde hatte das Konzept offensichtlich überzeugt. Thomas Schuberth, dem derzeitigen Geschäftsleiter, gefiel besonders, "dass nicht einfach eine Urnenwand geplant wird". Laut Plan sind die unterschiedlichsten Möglichkeiten vorgesehen: Urnengräber mit Stele, Grabstein, Grabplatte oder Baumgräber und auch Urnenwände in der westlichen Sektion. Besonders ins Auge sticht im von-Witzleben-Konzept ein Wasserbecken auf der Längsachse vor dem Kreuz.

Wohl kaum Zuschüsse

"Die Wasserstelle soll den Fluss des Lebens darstellen", erklärt Andreas Pohle, der in der Sitzung die Planung erläuterte, gegenüber dem FT. Wasser beruhige, mache den Platz aber auch lebendig. Als Mitglied des Kirchenvorstands hofft Pohle, dass sich die Planung so realisieren lässt. Der zeitliche Ablauf sei nicht zuletzt "von der behördlichen Abarbeitung" abhängig. Die Finanzierung müsse die Kirchengemeinde selbst stemmen, Zuschüsse seien kaum zu bekommen, sagt Pohle.

Wie zu erfahren war, handelt es sich bei der Erweiterung um eine Fläche von etwa 600 Quadratmetern. Diese sei bereits vor einigen Jahren der Kirche für die Friedhofserweiterung überlassen worden. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit wolle man bei der Erweiterung keine Tiefgräber, sondern ausschließlich Urnengräber vorsehen. Tiefgräber seien noch im vorderen Friedhofsbereich möglich, da immer wieder ältere Gräber aufgelassen werden.