Was die Bamberger über ihre Stadt und ihre Universität denken. Die Beteiligung an der Erhebung war wieder hoch.
Was die Bamberger über die Verkehrssituation, die wirtschaftliche Lage oder auch die Bedeutung der Universität in der Stadt denken, zeigt eine neue Bürgerbefragung. Die Stadt Bamberg hat sie in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität zum zweiten Mal durchgeführt. Wesentliche Ergebnisse gaben die zuständigen Wissenschaftler, Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und Universitätspräsident Godehard Ruppert bekannt.
Im April und Mai 2019 hatten 5000 Bamberger die Möglichkeit, online oder per Post an der repräsentativen Bürgerbefragung teilzunehmen. Sie wurden durch eine Zufallsstichprobe des Einwohnermeldeamts der Stadt ausgewählt.
Statistiker, Soziologen und Empiriker
Von der Universität Bamberg waren Martin Messingschlager, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie, und Christoph Spörlein, Mitarbeiter am Bamberger Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Sozialstrukturanalyse, für die Studie verantwortlich. Gemeinsam mit dem Bamberger Centrum für Empirische Studien (BACES) entwickelten sie die Befragung und führten sie dann durch.
Wie schon in der Umfrage 2017 war die Rücklaufquote sehr hoch, diesmal lag sie bei 31 Prozent. Die Forscher konnten 1557 Online- und Papierfragebögen auswerten.
"Das ist eine außergewöhnlich hohe Quote", betonte Messingschlager. "Im Durchschnitt erreichen Bevölkerungsbefragungen auf kommunaler Ebene zwischen zehn und 15 Prozent Beteiligung." Stadt und Universität lobten das große Engagement der Bambergerinnen und Bamberger.
Auch 2019 sind die Zustimmungswerte der Bamberger für ihre Stadt hoch. Rund 86 Prozent der Befragten bewerten die Lebensqualität in Bamberg mit sehr gut oder eher gut.
Mit jeweils rund 80 Prozent bewerten die Teilnehmer der Umfrage Bamberg mit den Eigenschaften "interessant, attraktiv, traditionsbewusst und lebendig". Die wichtigsten Problemfelder sehen die Bamberger bei den Themen Wohnen (22 Prozent), Verkehr (13 Prozent) und Ankerzentrum (sieben Prozent). Positiv zu bewerten ist, dass der Wert beim Ankerzentrum um sieben Prozentpunkte gesunken ist.