"Alles für den täglichen Gebrauch" - Selbstbedienungs-Baumarkt in Bayern eröffnet

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Mini-Baumarkt ohne Personal in Oettingen hat eröffnet
Dieser Selbstbedienungs-Baumarkt bietet seinen Kunden Produkte für den täglichen Gebrauch. Auch Lebensmittel sind dabei.
Dieser Selbstbedienungs-Baumarkt bietet seinen Kunden Produkte für den täglichen Gebrauch. Auch Lebensmittel sind dabei.
Foto: BGU Baugeräte-Union
Mini-Baumarkt ohne Personal in Oettingen hat eröffnet
Dieser Selbstbedienungs-Baumarkt bietet seinen Kunden Produkte für den täglichen Gebrauch. Auch Lebensmittel sind dabei.
Dieser Selbstbedienungs-Baumarkt bietet seinen Kunden Produkte für den täglichen Gebrauch. Auch Lebensmittel sind dabei.
Foto: BGU Baugeräte-Union
Mini-Baumarkt ohne Personal in Oettingen hat eröffnet
Dieser Selbstbedienungs-Baumarkt bietet seinen Kunden Produkte für den täglichen Gebrauch. Auch Lebensmittel sind dabei.
Dieser Selbstbedienungs-Baumarkt bietet seinen Kunden Produkte für den täglichen Gebrauch. Auch Lebensmittel sind dabei.
Foto: BGU Baugeräte-Union
Mini-Baumarkt ohne Personal in Oettingen hat eröffnet
Dieser Selbstbedienungs-Baumarkt bietet seinen Kunden Produkte für den täglichen Gebrauch. Auch Lebensmittel sind dabei.
Dieser Selbstbedienungs-Baumarkt bietet seinen Kunden Produkte für den täglichen Gebrauch. Auch Lebensmittel sind dabei.
Foto: BGU Baugeräte-Union

Ein kleiner neu eröffneter Laden versorgt eine bayerische Stadt mit Baumarktartikeln. Sogar Lebensmittel enthält das Sortiment - auch außerhalb üblicher Öffnungszeiten. Die Besonderheit: Es gibt kein Personal.

Werkzeug, Dichtungen oder Silikon zum Abdichten – und sogar Mehl und Milch gibt es im neuen "Versorgungswerk" in Oettingen (Landkreis Donau-Ries, Schwaben) zu kaufen. Am Donnerstag (30. Juli 2026) hat der Mini-Baumarkt eröffnet, seit Freitag können Kunden hier einkaufen. Es gibt "alles für den täglichen Gebrauch", teilt Birgit Karg, Produktkoordinatorin des BGU-Fachmarktes, im Gespräch mit inFranken.de mit.

Auf 150 Quadratmetern finden sich verschiedene Produkte - "zum Beispiel falls der Wasserhahn mal tropft", sagt Karg. Oder man schnell eine Glühbirne benötigt. Was dagegen nicht verfügbar ist: große und sperrige Artikel. Ziel ist, die Stadt mit dem Nötigsten zu versorgen, mit dem "was man schnell mal braucht". Ein Beispiel: "Wenn man am Samstagnachmittag noch etwas macht und dann ein bisschen Silikon fehlt - dann kann man das schnell holen und die Arbeit noch zu Ende machen", erklärt die Produktkoordinatorin.

Lebensmittel stehen "24/7" zur Verfügung

Gemeinsam mit der Geschäftsleitung hat sie den Mini-Baumarkt geplant. Mit dem Versorgungsmarkt wolle man sogenannte "weiße Flecken" in der Nahversorgung abdecken. Das sind Städte und Gemeinden, von denen die Menschen beispielsweise erst 15 Kilometer bis zum nächsten Baumarkt fahren müssten. Das dauert und kostet außerdem Sprit und Nerven. "Ich spare mir Zeit und Wege", macht Birgit Karg deutlich. Denn in Oettingen habe es keinen einzigen Baumarkt gegeben.

Was es auch nicht gibt, sind Artikel, für die eine Beratung notwendig ist. Denn: Im "Versorgungswerk" arbeiten keine Mitarbeiter. "Das ist in den 24/7-Shops üblich", meint Karg. Rund um die Uhr hat der Lebensmittelbereich des "Versorgungswerkes" geöffnet, sieben Tage die Woche. Das war zuerst auch für den Baumarkt geplant. Aber: Die Betreiber unterliegen dem Bayerischen Ladenschlussgesetz. Kunden können hier deshalb nicht durchgehend, sondern von Montag bis Samstag, jeweils zwischen 6 Uhr und 20 Uhr einkaufen. Beide Bereiche sind durch Rollläden voneinander getrennt. Weitere Neueröffnungen gab es im Juni dieses Jahres auch in Nürnberg in den Räumen des ehemaligen Kaufhofs. Für Familien sind sie besonders spannend. Einen Überblick darüber, welche Geschäfte in Forchheim schließen und neu eröffnen, findet ihr hier.

Die Auswahl der Produkte im Oettinger Mini-Baumarkt ist allerdings begrenzt. "In unserem Markt in Ansbach haben wir mehrere verschiedene Gartenscheren im Sortiment. Hier im Versorgungswerk haben wir eine." Dasselbe gilt für Lebensmittel - so etwa für Mehl. "Das Gängigste" sei vorhanden, für eine Auswahl verschiedener Hersteller sei aber kein Platz.

Kein Personal - so funktioniert der Einkauf im Baumarkt in Oettingen

Wie der Einkauf im "Versorgungswerk" ohne Kassierer oder andere Mitarbeiter abläuft? Kunden müssen ihren Personalausweis dabei haben, erläutert die Produktkoordinatorin des BGU-Fachmarktes. Mit diesem lässt sich die Tür öffnen. Anschließend können sie ganz normal einkaufen und an der Selbstscanner-Kasse bezahlen. Hier ist jedoch ausschließlich Kartenzahlung möglich. Weiterhin sei die gesamte Verkaufsfläche kameraüberwacht.

Und was sagen die Oettinger zu dem neuen Konzept? "Am Freitag war sehr viel los", berichtet Birgit Karg. Viele Menschen seien neugierig und meistens "positiv eingestellt". Sie habe auch schon eine ältere Frau mit Rollator getroffen. Diese, so äußert Karg gegenüber der Redaktion, habe sich gefreut, dass sie ihr Toastbrot hier kaufen konnte. Der Weg sei wegen der zentralen Lage für sie kürzer als der zu einem der größeren Supermärkte. Weiter gibt es für Kunden die Möglichkeit, ein Feedback zu geben und eine Nachricht zu hinterlassen. Die Betreiber wollen so herausfinden, welche Produkte sich die Oettinger noch im Sortiment wünschen.