Nach einer einjährigen Spielzeit hielt der neu geschaffene Tischtennisbezirk Oberfranken Ost seinen Bezirkstag mit Rückblick auf den Saisonverlauf, Ehrungen der Meisterteams und der Vorschau auf die nächste Serie im Sportheim des DJK-SV Neufang ab.

Bezirksvorsitzender Daniel Geßenich (Creußen) erinnerte daran, dass es gewisse Vorbehalte nach der Auflösung des gesamtoberfränkischen Bezirks gegeben habe. Im ersten Jahr des Bestehens des ostoberfränkischen Bezirks habe es aber keine größeren Probleme gegeben.

Diesem ordentlichen Bezirkstag war der Bezirksjugendtag vorausgegangen. Bezirksjugendwart Axel Schuberth (Weidenberg) sagte, dass im Bereich des Mannschaftssports der Ligenspielbetrieb weitgehend unaufgeregt verlaufen sei. Nicht gerade auf Zustimmung stieß sein Vorschlag, wegen der hohen Beteiligung an der Bezirkseinzelmeisterschaft eine vorgeschaltete Qualifikationsrunde durchzuführen.

Acht Abmeldungen in der Saison

Sportwart Edgar Kraus (Kronach) berichtete, dass 365 Mannschaften aus 88 Vereinen im Einsatz waren (229 Herren-, 49 Damen-, 74 Jungen- und 13 Mädchen-Teams) mit 2628 Spielern (1769 Herren, 323 Damen, 418 Jungen, 118 Mädchen). Acht Teams haben sich vom Spielbetrieb zurückgezogen. Eigentlich gehören dem Bezirk 90 Vereine an, zwei sind jedoch nicht am Spielbetrieb beteiligt.

Eine rege Diskussion entstand wegen des Verzichts auf die Relegationsspiele der Damen. Letztlich wurde festgelegt, dass die Relegation nur bei den Herren - und hier nur bis zur Bezirksklasse A/B - erfolgt. Ein Antrag des TSV Teuschnitz auf die grundsätzliche Abschaffung der Relegation in den Bezirksklassen fand keine Mehrheit.

Ein weiterer heißer Diskussionspunkt war, dass künftig die Damen nach einem Beschluss des Bezirksvorstands nicht mehr als Vierer-Teams, sondern als Dreier-Mannschaften antreten. Marc Völtl (Zell), einer der Damen-Spielleiter, war darüber sehr verärgert, weil er hierüber keine Information im Vorfeld erhalten habe. Man hätte sich doch ein Meinungsbild von den Versammelten einholen können. Gerd Nidetzky (Mainleus), Fachwart Erwachsenen-Mannschaftssport, wandte ein, dass bei Dreier-Teams doch auch vier Spielerinnen eingesetzt werden könnten. "Wo ist hier das Problem?", fragte er. Letztlich wurde beschlossen, dass in der kommenden Saison die Damen nach dem Braunschweiger System als Dreier-Mannschaften spielen.

Kassenwart Edgar Kraus informierte über die Einnahmen und Ausgaben. Es erfolgte die Entlastung. Die Haushaltspläne für das laufende Geschäftsjahr und für das Jahr 2020 wurden genehmigt. Günter Zech (Kulmbach) wünschte, dass das Zahlenmaterial den Versammelten in schriftlicher Form vorliegen sollte. Es wurde festgelegt, dass die Zahlen künftig auf die Bezirks-Homepage gestellt werden.

Kein Interesse am Seniorensport?

Als ehemaliger Bezirksseniorenwart bemängelte Günter Zech, dass der Seniorensport nach der Strukturreform in die Bedeutungslosigkeit abgesunken sei. Da bisher für den Seniorensport im ostoberfränkischen Bezirk kein Fachwart gefunden werden konnte, erklärte sich Günter Zech bereit, sich in dieses Amt berufen zu lassen.

Den kommissarisch eingesetzten Sportwart Thomas Wahl (Stammbach) bestätigte die Versammlung einstimmig. Diese Funktion hatte bislang Kassenwart Edgar Kraus in Doppelfunktion mit ausgeführt. Der beruflich verhindere Matthias Trebes (Windheim) wurde in einer vorab stattgefundenen Vorstandssitzung für das vakant gewesene Amt des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden bestimmt. hf