Bei der Kommunalwahl haben die Jungen Coburger (JC) eigentlich Fraktionsstatus: Drei Sitze haben sie für die nächste Stadtratswahlperiode gewonnen, die am 1. Mai beginnt. Allerdings hat einer der über die JC-Liste gewählten Stadträte, Alper Hasirci, unmittelbar nach der Wahl erklärt, dass er in der JC-Fraktion nicht mitarbeiten wolle. Schon vorher war es zum offenen Konflikt zwischen Hasirci und führenden JC-Mitgliedern gekommen.

Außer Hasirci haben es von der JC-Liste Maximilien Forkel und Kurt Knoch in den neuen Stadtrat geschafft. Die gehören schon dem jetzigen Stadtrat an und bilden seit fünf Jahren eine gemeinsame Fraktion mit der CSU. Dabei soll es bleiben, wie nun Hans-Herbert Hartan mitteilte, der Vorsitzende der künftigen CSU/JC-Fraktion. Mit insgesamt zehn Stadträten ist die CSU/JC-Fraktion dann die größte Gruppierung im neuen Stadtrat. Die SPD stellt neun Stadträte und den Oberbürgermeister. Insgesamt gehören dem Coburger Stadtrat 40 Mitglieder an.

Wie Hartan weiter mitteilte, hat sich die neue CSU/JC-Fraktion in einer gemeinsamen Videokonferenz konstituiert. Dem Fraktionsvorstand gehören außer Hartan stellvertretender Vorsitzener Andreas Engel, Schatzmeisterin Christina Vatke und Schriftführer Kurt Knoch an. Offen blieb, ob Christian Meyer der künftigen Fraktion angehört. Er hatte für das Amt des Oberbürgermeisters und auf der Stadtratsliste kandidiert. Als Geschäftsführer der städtischen Wohnbau kann Meyer nicht Mitglied des Stadtrats sein. sb