Die CSU-Ortsvereine Gifting, Hesselbach und Steinberg haben am Donnerstag in den Vereinszimmern der Kronachtalhalle Steinberg ihre gemeinsamen Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 15. März nominiert. Die Liste mit 13 Männern und drei Frauen wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Die aus nahezu allen Gemeindeteilen stammenden Kandidaten stellten sich kurz vor. Allen gemeinsam ist ihr ehrenamtliches Engagement in Vereinen, Institutionen oder Kirche. Die jüngsten Kandidaten sind der 19-jährige Bankkaufmann Jannik Thiel, der 20-jährige Rafael Zwosta und die jeweils 24-jährigen Jan Fischer und Sebastian Töpfer. Zwosta absolviert ein Dualstudium zum Dipl.-Rechtspfleger; Fischer ist ebenfalls als Bankkaufmann tätig sowie Töpfer als Rettungssanitäter. Die vier wollen sich insbesondere für junge Leute in der Gemeinde stark machen. Ältester Kandidat ist Gerhard Eidelloth. Der bisherige Zweite Bürgermeister möchte seine Erfahrung weiter einbringen, sehe er doch noch viele offene "Baustellen" in der Gemeinde.

Erfahrene Kommunalpolitiker sind auch die aktuellen Gemeinderäte Klaus Sesselmann, Oswald Letsch sowie die Ortsvorsitzenden von Hesselbach Heinrich Förtsch, von Gifting Jürgen Hempfling sowie von Steinberg Jochen Gleich. Der Geschäftsführer eines Ingenieurbüros für technische Gebäudeausrüstung führt auch die Liste an. Das Ziel des Dipl.-Ingenieurs: "Nicht gegeneinander, sondern miteinander, was wir in den letzten sechs Jahren bereits sehr erfolgreich praktiziert haben!" Mit Carolin Rehm, Antje Irmischer und Elke Letsch gehen auch drei Frauen an den Start. MdL Jürgen Baumgärtner nimmt auf eigenen Wunsch den letzten Listenplatz ein. Dies bedeute jedoch keineswegs, dass er nicht gewählt werden möchte - im Gegenteil.

"Wenn ich auf Kreisebene sage, die Spitzen müssen auf die Liste, kann ich nicht in meinem eigenen Ortsverein sagen, dass ich das selbst nicht mache", verdeutlichte er, gerne den an ihn vom Ortsverein Steinberg herangetragenen Wunsch einer Kandidatur gefolgt zu sein. Sollte er gewählt werden, werde er die Wahl auch annehmen und an der überwiegenden Anzahl der Gemeinderatssitzungen teilnehmen. Zudem werde er in jedem Jahr mindestens einmal alle Ortsteile besuchen. Dankbar zeigte er sich den CSU-Ortsvereinen gegenüber, keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten zu stellen. In seinen Augen mache Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) einen sehr guten Job. Sie habe maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Situation im Gremium sowie in der gesamten Gemeinde beruhigt habe. Gleiches gelte auch für die CSU-Familie, die in der ablaufenden Legislaturperiode stets das Wohl aller Ortsteile im Auge gehabt habe. Mit begünstigt worden sei die gute Entwicklung von der hervorragenden Förderkulisse, wodurch ordentlich Geld in den Landkreis geflossen sei.

Vorrangiges Ziel der kommenden sechs Jahre müsse es sein, die Gemeinde als attraktive Wohngemeinde weiter zu entwickeln: "Nicht gegen die Bürgermeisterin, gegen die Verwaltung oder gegen die SPD, sondern mit ihnen!" Als vorrangige Maßnahmen in den Ortsteilen erachtete er in Effelter das Voranbringen der Dorferneuerung sowie in Wilhelmsthal die Wasserleitungs- und Kanalsanierung. Angegangen werden, zumindest in der Planung, müsse auch das neue Feuerwehrhaus in Wilhelmsthal. Auch für die Feuerwehr Steinberg sei die Situation nicht befriedigend. Dort müsse man den Steg über die Kronach auf den Weg bringen. hs