Enttäuscht ist die Ebelsbacher CSU, dass sie bei der Wahl der Stellvertreter des Bürgermeisters nicht zum Zug gekommen ist. "Leider wurde hier von Seiten der SPD und BNL eine Chance vertan", bedauert der Ortsverband in einer Pressemitteilung der Partei.

Konstituierung

Am Mittwoch, 6. Mai, hatte sich der Ebelsbacher Gemeinderat konstituiert. Dabei wurde Martin Horn (SPD) als neuer Bürgermeister und Nachfolger von Walter Ziegler (Bürgernahe Liste, BNL) vereidigt. Andreas Hoch (BNL) wurde als Zweiter Bürgermeister und Norbert Wippich (SPD) als Dritter Bürgermeister vom neuen Gemeinderat berufen.

Die CSU hätte gerne ihre eigenen Kandidaten durchgebracht, scheiterte jedoch. Martin Wasser hatte in der Sitzung den CSU-Fraktionsvorsitzenden Roland Metzner als Kandidaten für das Amt des Zweiten Bürgermeisters vorgeschlagen. Metzner hat in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt am 29. März 44,86 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten und unterlag Horn damit "nur knapp. Deutlich über 1000 Bürgerinnen und Bürger haben sich für ihn als Bürgermeister ausgesprochen. Hinzu kommt, dass die CSU in Ebelsbach mit 35,35 Prozent auch wiederum das beste Wahlergebnis erzielt hat. Wie Herr Wasser in der Sitzung herausstellte: Eine Wahl von Roland Metzner zum Zweiten Bürgermeister hätte dem Wählerwillen der Ebelsbacherinnen und Ebelsbacher entsprochen", meint die CSU in ihrer Mitteilung weiter.

Durchgesetzt

Stattdessen hätten wie in der Vergangenheit SPD und BNL ihre gemeinsame Stimmenmehrheit einmal mehr dazu genutzt, ihre eigene Politik und ihr eigenes Personal durchzusetzen, rügt der Ortsverband. "Nicht einmal zur Wahl unseres Kandidaten Markus Reinwand zum Dritten Bürgermeister konnten sich SPD und BNL durchringen." SPD und BNL hätten laut CSU mit der Wahl eines CSU-Kandidaten als Vertreter des Bürgermeisters ein positives Zeichen setzen können für parteiübergreifende Zusammenarbeit und vertrauensvolles Miteinander im Sinne der Bürger.

Zumindest in dieser ersten Sitzung haben nach Darstellung der CSU die Worte von Martin Horn, der Zusammenarbeit auch über Parteigrenzen hinweg angeboten hat, "noch keine durchschlagende Wirkung entfalten können. Immer 11 zu 6 ist keine gute Ausgangsbasis für die weitere Zusammenarbeit im Gemeinderat."

Zur Kooperation bereit

Ein "Weiter so" dürfe es im Interesse einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit und im Interesse der Sache, damit Ebelsbach vorankommt, nicht geben, fordert die CSU. Sie ist aber zur Kooperation bereit: "Weiterhin werden wir die Hand ausstrecken." red