Andreas Dorsch Weil der Heimat- und Verschönerungsverein in Höchstadt "ein ganz besonderer Verein ist", wollte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) dessen langjährigen Vorsitzenden Georg Römer nicht einfach so abtreten lassen. Da Brehm an der Hauptversammlung mit Führungswechsel nicht teilnehmen konnte, hatte er Römer, dessen Nachfolger Gerhard Schlee und den neuen Kassier Hans Häfner gestern ins Rathaus geladen.

Einmal mehr lobte Brehm die Verdienste Römers um Heimat, Kunst und Kultur. Wie er selbst sei auch Römer "ein spezielles Höchstadter Urviech", sagte Brehm und überreichte Römer einen besonders wertvollen Höchstadt-Krug mit Deckel.

Seit 1982 war Römer Zweiter Vorsitzender des Heimatvereins, seit 2011 stand er an der Spitze. Brehm: "Der Schorsch lebt Kultur, manchmal sogar über das Ziel hinaus."

Der Bürgermeister dankte Römer, dass er mit der Sanierung des Von-der-Saal-Hauses in der Hauptstraße noch ein großes Projekt mit angestoßen hat. Stadt und Heimatverein werden sich die Nutzung teilen. Auf zwei Millionen Euro ist die Sanierung veranschlagt. Eigentlich hätte es schon längst losgehen sollen, doch die Stadt wartet laut Brehm noch auf grünes Licht des Landesamts für Denkmalpflege für einen 600 000-Euro-Zuschuss. Neben Schlossgewölbe und Fortuna Kulturfabrik soll das Fachwerkhaus in der Hauptstraße eine weitere Kulturhochburg werden.

Den neuen Vorsitzenden Gerhard Schlee kennt Brehm schon seit vielen Jahren. Man habe viele Gemeinsamkeiten und immer für die Sache gekämpft. "Nur im Stadtrat hatten wir leichte Probleme", meinte Brehm. Schlee saß als ehemaliger CSU-Vorsitzender damals in den Reihen von Brehms politischem Gegner.

Und Schlee freut sich, dass Georg Römer dem Heimatverein natürlich erhalten bleibt. Er will sich künftig um Volksmusik und Kleinausflüge kümmern.