Es gab etliche Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung in Neuses an den Eichen, und Großheiraths Bürgermeister Udo Siegel(CSU/Bürgerblock) musste sich teils ganz schön zur Wehr setzen. Die Straßenausbaubeitragssatzung kam aufs Tapet. Werner Scheler meinte an den Bürgermeister gewandt: "Ihr windet euch hier raus." Siegel verwies auf einen VGH-Entscheid, der von den Gemeinden die Anwendung der Satzung verlange. "Aus einem Soll ist ein Muss geworden", meinte Siegel, und Bürgermeister und Gemeinderäte seien bei Nichtanwendung voll in der Haftung. Viele Fragen seien noch ungeklärt. Momentaner Stand sei, dass die Satzung künftig anzuwenden ist. Über die weitere Vorgehensweise werde noch im Kreisverband des Bayerischen Gemeindetages diskutiert. Ausbesserungen fielen nicht unter die Satzung.
"Ich bin dagegen, das Wiegehäuschen abzureißen", meinte Helmut Martin. So würden es auch die Anlieger sehen. "Schade fürs Geld, das wir reinstecken", entgegnete Gerhard Ehrlich. Udo Siegel gab zu, dass das Wiegehäuschen in schlechtem Zustand sei. Der Gemeinderat werde sich demnächst damit befassen und eine Entscheidung treffen. Auch ein Brunnen kam in diesem Zusammenhang ins Gespräch. Gewünscht wurde von der Versammlung in einer Abstimmung mehrheitlich, dass der Standort in der Welsberger Straße gegenüber dem Gemeindehaus sein soll.
Helmut Martin vom TV Neuses an den Eichen fragte nach, wie es aufgrund der Turnhallensanierung an der Schule in Großheirath mit der Belegung für die Vereine aussehe. Da konnte Siegel keine erfreuliche Mitteilung machen: "Während der Sanierungsphase von Pfingsten nächsten Jahres bis Ende 2017 gibt es leider keine Ausweichmöglichkeit." Rainer Schmidt regte an, die Protokolle der Gemeinderatssitzungen im Amtsblatt zu veröffentlichen. Siegel sagte: "Anregung aufgenommen." Rainer Schnabel kritisierte den Winterdienst in der Welsberger Straße während der Glatteisphase. Stefan Hengel bat den Bürgermeiser um eine Erklärung für das Zustandekommen des Betriebskostendefizites des kirchlichen Kindergartens. Siegel: "Das war nur 2013. In den Folgejahren entstanden keine Defizite." dav