In der am Ende stillen Volkswagenhalle war hörbar, dass den Brose-Basketballern schwere Steine vom Herzen gepurzelt sind. Nach einer schwachen ersten Halbzeit (45:52) gingen die Bamberger, bei denen diesmal gleich sechs Spieler zweistellig punkteten, in der zweiten Halbzeit in Braunschweig deutlich aggressiver zu Werke, waren diesmal auch in der Schlussphase konzentriert und beendeten die Negativserie in der Bundesliga mit einem 94:85-Erfolg.

Sieg gibt Selbstbewusstsein

Mit diesem Sieg kehrte die Mannschaft von Trainer Roel Moors zwar nicht auf eine Play-off-Position zurück, da die direkten Konkurrenten aus Vechta, Ulm und Würzburg an diesem Wochenende ebenfalls erfolgreich waren, trotzdem sollte das zweite Erfolgserlebnis in dieser Woche Selbstvertrauen für das Auswärtsspiel am Dienstag in der Champions League im Athener Vorort Peristeri geben. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg und sehr stolz auf meine Spieler. Das war kein einfaches Spiel für uns", resümierte Moors.

Sengfelder läuft heiß

Seine Mannschaft lief zwar in der ersten Hälfte der Musik hinterher, steigerte sich aber nach der Pause und drehte das Spiel. Das hatte Bamberg vor allem Christian Sengfelder zu verdanken, der an alter Wirkungsstätte ein starkes Spiel machte und mit 19 Punkten bester Werfer der Bamberger war. Paris Lee, bei dem einmal mehr Licht und Schatten wechselten, brachte das Brose-Team erstmals seit der zweiten Minute wieder in Front (61:60).

Jetzt wechselte minutenlang die Führung. Als Elias Harris viereinhalb Minuten vor dem Ende zusammen mit Sengfelder das Kommando endgültig übernahm, setzten sich Bamberg etwas ab (81:87) - und die Hausherren fanden kein Mittel mehr gegen die Brose-Defensive. kg