Michael Memmel Es ist wieder eine dieser kleinen, süßen Ideen, die einen fast Gefallen finden lassen an der Corona-Krise. Cathleen Fröhlich, eine junge Frau aus dem Bamberger Osten, hat mit ihrem Sohn Maximilian (9) eine Aktion gestartet: "Mach Bamberg bunter!" Einfach so, gegen die Langeweile. Die beiden haben mit Liebe gebastelt und gemalt, sie haben viele, viele "Blumen-Saatbomben" hergestellt und in Papiertüten verpackt. Solche "Seedballs" können irgendwo (bitte nicht in Privatgrundstücken!) ausgelegt und begossen werden - und ein bisschen später sollen hier die schönsten Blumen sprießen. Ihre spezielle Mischung hat Cathleen in der Zollnerstraße gratis ausgelegt und via Facebook eingeladen, sich zu bedienen: "Ich würde mich besonders freuen, wenn Familien beim Spaziergang hier vorbeikommen würden und sich kontaktlos und unverbindlich eine Tüte schnappen." Das Angebot schlug ein wie eine (Saat-)Bombe. 176 "Seedballs" wurden innerhalb von drei Tagen mitgenommen. Geld wollten Mutter und Sohn nicht dafür, ihre Bezahlung war für die Seele in Form von Dankeszetteln, Süßigkeiten oder einfach einem Lächeln.

Wer jetzt in den nächsten Wochen einen blumig-bunten Klecks in Bamberg entdeckt, wo sonst keiner war, der sollte auch lächeln. Über den hübschen Farbtupfer. Und über die Idee dahinter, die Menschen verbunden hat trotz Abstandsgebot.