Der Bischberger SPD-Ortsverein hat zwei Schritte zur Vorbereitung der Kommunalwahl gemacht: Im Rahmen der Versammlung zur Nominierung der Liste für die Gemeinderatswahl kürten die Mitglieder auch den Bürgermeisterkandidaten: Der technische Betriebswirt Alois Pfohlmann wurde als Spitzenkandidat vorgestellt. Er führt gleichzeitig die Riege der SPD-Bewerber für die Gemeinderatswahl an.

Zweiter Anlauf

Nachdem die SPD in der Gemeinde Bischberg schon vor sechs Jahren mit Alois Pfohlmann in die Wahl gezogen war, setze der Ortsverein nunmehr erneut auf den einen erfahrenen Gemeinderat, der Neues anpacken wolle, da der Amtsinhaber nicht mehr antreten könne.

Theo Schnörer nannte als Argumente für die Wahl seines Fraktionskollegen: Die SPD setze auf den Dritten Bürgermeister und technischen Betriebswirt Alois Pfohlmann, weil der seit elf Jahren die Arbeit der SPD-Fraktion mit viel Detailwissen bereichere, in vielen Vereinen aktiv sei und das Projekt "Flurbereinigung und Dorferneuerung" geschickt begleitet habe. Besonders bei der Führung der Feuerwehr Tütschengereuth mit ihrem ausgeprägten Jugendkonzept habe er sich hervorgetan.

In seiner Bewerbungsrede ging Alois Pfohlmann vor allem auf seine politischen Zielsetzungen ein. Er hob hervor, warum in Bischberg ein neuer Politikstil erforderlich sei: Mit dem bisherigen Bürgermeister und seiner Fraktion sei das Verhältnis der Vereine zur Gemeinde auf einem Tiefpunkt angelangt. Zuletzt sei eine Absprache der Vereine zur Hallennutzung unter der Regie der Gemeinde missraten.

Es sei in der gesamten Kommune dringend eine neue Art der Kooperation und eine Aktivierung der Interessierten geboten: So wie in den Fragen der Dorferneuerung Tütschengereuth müssten die Bürger stärker in einen Dialog mit der Gemeinde eingebunden werden. Entsprechend äußerte sich Pfohlmann: "Es ist Zeit, Isek-Arbeitsgruppen zu installieren!"

Die weiteren Pläne des SPD-Kandidaten greifen den Wunsch der Weipelsdorfer nach einem Gemeinschaftsraum für das Vereinsleben auf. Dieses Ansinnen bestehe fort, und gleichzeitig sei der umgehende Bau eines Feuerwehrhauses zwingend erforderlich.

Die Frage der Gleichbehandlung aller Gemeindeteile erfordere eine sinnvolle und weitblickende Maßnahme für Weipelsdorf. In diesen Sektoren der Gemeindepolitik seien Defizite in der bisherigen Politik deutlich sichtbar.

Jugend- und Seniorenarbeit

Darüber hinaus forderte der SPD-Fraktionsvorsitzende in seiner Bewerbungsrede endlich professionelle Jugendarbeit. Das sei eine der wichtigen kommunalen Aufgaben. Weitere Tätigkeitsfelder seien eine intensivere Kultur- und Vereinsförderung sowie der vermehrte Einsatz für Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung. Für die Durchsetzung dieser Ziele stehe er bereit, so Alois Pfohlmann zum Abschluss seiner Rede.

Ja zu deutlich verjüngter Liste

Anschließend stellten sich alle Bewerber vor, die die Liste der SPD unterstützen und Mitglied im Gemeinderat werden wollen. Sechs Frauen und 14 Männer treten an, eines der 20 Mandate zur erringen.

Dabei hatte die Ortsvereinsführung die Vorstellung, verschiedene Berufs- und Altersgruppen in den Gemeindeteilen zu berücksichtigen. Besonders eine starke Verjüngung der Bewerberschar wurde deutlich. Der Ortsvereinsvorsitzende Theo Schnörer hob ein Beispiel hervor: Neben den vielen jungen männlichen Bewerbern sei Elke Bärmann ein "echter Glücksgriff" auf der Liste und eine aktive junge Frau aus dem FC Bischberg, die gleichzeitig zur neuen Hoffnungsträgerin im Ortsverein werde. Die Wahl erbrachte die einstimmige Unterstützung des Listenentwurfs.

Der Ortsvereinsvorsitzende Theo Schnörer versicherte, dass allen Bewerbern großer Respekt aus der Bevölkerung entgegengebracht werde. "Wer bereit ist, sich aktiv für die Gemeinde einzusetzen, wird generell und allseits mit Lob für seine Entschlossenheit bedacht!", berichtete der aktive Gemeinderat aus seinen Erfahrungen.

Schnörer dankte Alois Pfohlmann für seine erneute Kandidatur im Dienst des Ortsvereins und rief die Gewählten zum gemeinsamen Einsatz auf. red