Erlanger Geografiestudenten haben einen Teil des Institutsgeländes begrünt und aufgewertet.
Mit dem Projekt "Flora Urbana" ist der Trend zum Stadtgärtnern (Urban Gardening) inzwischen auch am Institut für Geografie der Universität Erlangen-Nürnberg angekommen. Elf Studierende unter der Leitung ihrer Professorin Perdita Pohle haben in den vergangenen Monaten die ungenutzte Betonfläche neben dem Institutsparkhaus in einen urbanen Garten mit selbst gebauten Hochbeeten und Sitzgelegenheiten verwandelt, heißt es in einem Pressebericht der Uni.
Vor fünf Monaten entstand die Idee, das Institutsgelände zu begrünen und einen Erholungsraum zu schaffen. Nun gab es eine Eröffnungsfeier, bei der ungefähr 40 Interessierte das neugestaltete Areal erkundeten und bei einem Tasting selbst angebautes Gemüse mit den entsprechenden Produkten aus dem Supermarkt vergleichen konnten. Dabei standen die Seminarteilnehmer den Besuchern bei näheren Fragen zu den Beeten und Pflanzen zur Verfügung.
Außenstehende zeigen Interesse
Nach dem erfolgreichen Event blicken die Teilnehmer des Projekts nun zuversichtlich in die Zukunft. Durch die breite Unterstützung während der Realisierung habe sich gezeigt, dass die Aufwertung universitärer Standorte nicht nur ein studentisches Anliegen ist, sondern auch das Interesse von Außenstehenden und lokalen Unternehmen geweckt habe. Langfristig soll das Projekt durch neue Generationen von Studierenden weitergeführt werden und die bisherigen Zucchini-, Tomaten-, Chili- und Salatbeete sollen erweitert und durch andere Pflanzen ergänzt werden. "Flora Urbana" soll allen Interessierten ohne eigene Anbaufläche dabei einen Platz zum Anbau von Gemüse und Zierpflanzen bieten.
Gäste sind willkommen
Wer den urbanen Garten besichtigen und Näheres erfahren möchte, ist auf dem Gebiet der "Flora Urbana" in Tennenlohe (Wetterkreuz 15) willkommen.
In näherer Zukunft ist außerdem geplant, unter anderem den Nährstoffgehalt der Erde in den Hochbeeten zu bestimmen, um weitere Kenntnisse über die Bodenqualität zu gewinnen und den Anbau verschiedener Gemüsesorten zu optimieren. Dabei können etwa die Fachkenntnisse der Mitarbeiter am Institut für Geografie gut genutzt werden.
Die Vegetationsperiode von "Flora Urbana" habe zwar gerade erst begonnen, als Zwischenfazit und künftiges Leitbild könne jedoch bereits festgehalten werden: Erde gut, alles gut.
red