Leben und leben lassen, wusste schon Schiller, Kant plädierte: Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt. - Das hört sich gut und richtig an, doch wie lebt man es? An der Tatsache, dass auch Nicht-Biker eine Fünf-Tage-Woche haben, kommt man nicht vorbei: "Ja" - einsichtiges Nicken, "aber...". Im Alltag ist man sich selbst halt doch der Nächste. Braucht es auch hier Gesetze und Verbote, wo theoretisches Verständnis nicht praktisch umgesetzt werden will? Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung wird schnell gefahren, parallel zur kurvenreichen Strecke reizt wohl auch das Verbot.

Teile der Bevölkerung sehen sich der Lärmbelästigung durch Motorräder ausgeliefert und wissen sich nicht zu helfen. Eine im letzten Jahr in einer Kurve "verlorene" Ladung Kies wäre Selbstjustiz gewesen, ebenso Teil der Ellenbogengesellschaft und nicht tolerierbar!

Aber auch Biker haben ihre Lebensweisheiten, wie: "Motorradfahren wäscht die Seele vom Staub des Alltags rein" - und hinterlässt Stress entlang der Strecke. "Biker rasen nicht, sie fliegen tief" - genau den geräuschvollen Eindruck hat die Bevölkerung. "Motorradfahren macht einen besseren Menschen aus Dir" - dann lasst mal sehen!

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