Martin Schweiger Einstimmig votierte der Marktgemeinderat Burgpreppach am Mittwochabend für den Ausbau der Kreisstraße zwischen der Abfahrt Fitzendorf/Ibind der Bundesstraße 303 und Ibind. Im Zuge des Ausbaus will der Landkreis auch einen neuen Geh- und Radweg parallel zur Staatsstraße bauen.

Die Straße wird auf eine Breite von 6,50 Metern ausgebaut. Die Breite des Geh- und Radwegs wird 2,50 Meter betragen. Die Gesamtkosten sind auf 2,663 Millionen Euro beziffert, von denen der Markt Burgpreppach jedoch nur einen Bruchteil zahlen muss. Denn 70 Prozent der Kosten übernimmt der Kreis. 30 Prozent verbleiben Burgpreppach, nämlich 783 000 Euro. Davon sind 718 000 Euro förderfähig. Der Freistaat Bayern und der Bund fördern diese Kosten, so dass die Marktgemeinde Burgpreppach unter dem Strich maximal 250 000 Euro selbst aufbringen muss. Die Baulast nach Fertigstellung der Maßnahme bleibt bei der Marktgemeinde, die dann für die Verkehrssicherungspflicht, die Instandhaltung und Reinigung zuständig ist. "Dies ist ein Sechser im Lotto und eine Bereicherung für Burgpreppach", sagte Bürgermeister Hermann Niediek (CSU) im Rat. Denn auch die Kreuzung an der B 303 wird breiter und der Anstieg in Richtung Fitzendorf entschärft.

Die weiteren Punkte im Rat

Der Verein "Freunde des Mittelalters Burgpreppach" erhält für die Ausrichtung des Mittelaltermarkts im Jahr 2019 eine Förderung in Höhe von 500 Euro. Der Markt habe die Kirchweih belebt und rund 10 000 Besucher an drei Tagen nach Burgpreppach gelockt, sagte Niediek.

Ein Unternehmer will in Leuzendorf eine Recyclinganlage für Bauschutt errichten. Es sollen ausschließlich mineralische und ungefährliche Werkstoffe recycelt werden. Der Marktgemeinderat beauftragte den Bürgermeister, einen Durchführungsvertrag für die Bauleitplanung abzuschließen.

Der Verein "Gesundheit Markt Burgpreppach" erhält einen Zuschuss in Höhe von 2500 Euro zur Unterstützung der infrastrukturellen Bemühungen hinsichtlich einer bedarfsgerechten Daseinsfürsorge.

Zum Thema Klärschlammentsorgung will das Gremium abwarten, bis eine Satzung vorliegt. Erst dann soll eine Sitzung einberufen werden, um weitere Maßnahmen zu besprechen.

Verärgert zeigte sich Bürgermeister Niediek über den Post "Offene Fragen an den Bürgermeister" auf Facebook, in dem auch nichtöffentliche Themen der Gemeinderatssitzung genannt wurden. Er sei nicht bereit, nichtöffentliche Themen per Facebook zu diskutieren, sagte Hermann Niediek und kündigte an, den Fall rechtlich verfolgen zu lassen. Er sei sich bewusst, dass momentan Wahlkampf geführt werde. "Aber es gibt auch Grenzen", sagte er.