Um finanziell tragfähig weiterarbeiten zu können, schlug Vorsitzender Helmut Pfefferle eine deutliche Erhöhung der Beiträge vor. Der Grundbeitrag für die Mitglieder beträgt künftig 65 Euro (bisher 44), der Betrag pro Bett vier Euro (bisher drei), für eine Gemeinde 800 Euro (bisher 300). Damit würden die Einnahmen von 8340 auf 13 771 Euro steigen.

Bürgermeister Florian Kraft (FW) aus Leutenbach kam der Sprung für die Kommune zu groß vor, das könne er nicht allein entscheiden. Sein Kollege Konrad Ochs (CSU) aus Kunreuth zeigte sich überrascht, nicht vorher genauer informiert worden zu sein. "Wir haben ja mehrere Vereine mit Ansprüchen", sagte er.

Diese Aussage brachte Ernst Jürgen Dahlmann auf die Palme. Er habe schon bei der Gründung gemerkt, dass das Interesse der Kommunen gering sei. Als sie nach einem Jahr merkten, da tut sich was, seien sie gekommen. "Welche Zukunft erwartet ihr? Unsere Chance ist der Tourismus. Die Äußerungen der Gemeinden sind beschämend", rief er in den Raum. "Wir können nicht einfach Hurra schreien", entgegnete Ochs und unterstellte, die Zahlen von Herrn Pfefferle seien geschönt.

Hier besteht offensichtlich ein Dissens, was die Wertschöpfung für die Region und ihre Bereicherung angeht. Pfefferle zeigte zum Vergleich auf Nachbargemeinden. So unterstütze Egloffstein jährlich mit etwa 18 000 Euro (neun Euro/Einwohner), Gräfenberg mit 6700 Euro (ein Euro/Einwohner) und der Verein "Rund ums Walberla" mit 1500 Euro (0,14 Euro/Einwohner) seinen Tourismus.

Landrat Hermann Ulm (CSU) glättete die Wogen und schlug vor, die fünf betroffenen Bürgermeister aus Pinzberg, Kunreuth, Wiesenthau, Kirchehrenbach und Leutenbach sollten sich mit dem Vorstand des Tourismusvereins zusammensetzen und sich arrangieren. Die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wurde mit einer Gegenstimme angenommen. Florian Kraft wünschte sich eine engere Kooperation zwischen dem Tourismusverein, der Gemeinde und den übrigen Kulturträgern, was zu mehr Verständnis führen würde, worauf Pfefferle meinte, das dürfe keine Einbahnstraße sein. gal