Der Musikverein Beiersdorf hat bei seinem Frühjahrskonzert Abschied von seinem langjährigen Dirigenten Dietmar Luther genommen. Er übergab Stab und Notenkoffer an Daniel Härich. Das war freilich keine endgültiger Abschied, denn Dietmar Luther wird weiter mit dem Musikverein Beiersdorf musizieren. Die Vorsitzende Stephanie Kramer ernannte Luther zum Ehrendirigenten.

Einer der Höhepunkte war auch der allererste Auftritt der "Bert Boss Big Band" unter der Leitung von Adelbert Roß, einer neuer Formation des Musikvereins. Neu war auch eine Flötengruppe, der ganz junge Nachwuchs des Vereins mit Cleo-Sophie Maly, Karla Dressel und Greta Müller.

Dietmar Luther, 1950 im thüringischen Heubach geboren, ist seit 1992 musikalischer Leiter beim Musikverein Beiersdorf. Dietmar Luther hatte zunächst das Werkzeugmacherhandwerk erlernt, dem ein Maschinenbaustudium folgen sollte. Schließlich studierte er noch an der "Musikhochschule Franz Liszt" in Weimar. Seine künstlerische Heimat ist zunächst die Kirchenmusik. Stephanie Kramer bescheinigte Luther, dass er ein konsequenter musikalischer Leiter bei den Beiersdorfer Musikanten gewesen sei. "Der Musikverein hat sich kontinuierlich, dank seiner Mühen und Geduld weiterentwickelt", sagte Kramer.

In ihren Dank bezog die Vorsitzende auch Dietmar Luthers Ehefrau Christine mit ein. Helmut Schörn, Vizepräsident des Nordbayerischen Musikbundes, würdigte das Engagement Luthers mit der Verbands-Ehrennadel in Gold und der dazu gehörenden Ehrenurkunde. Oberbürgermeister Norbert Tessmer dankte dem Musiker im Namen der Stadt Coburg.

Der neue Dirigent Daniel Härich stellte sich mit einem Bon-Jovi-Rock-Mix, arrangiert von Wolfgang Wössner vor. Gesangssolistin war dabei Alissa Spaaij. Weitere Solisten im Programmablauf waren die Klarinettistinnen Lea Cramer und Magdalena Porombka, Luca Bergner am Schlagzeug sowie Manfred Deinhardts Enkelin Annika. Deinhardt ist auch Leiter des SÜC-Werkorchesters. Das Programm endete mit dem "Final Countdown" (Joey Tempest), dem Coburger Marsch von Johann Michael Haydn und dem Choral "Lobe den Herren" von Joachim Neander aus dem Jahr 1680, einer besondere Reminiszenz an Dietmar Luther als Kirchenmusiker. Martin Koch