In der italienischen Weihnachtstradition ist der 6. Januar der Tag, an dem es die Weihnachtsgeschenke gibt, nicht wie bei uns der Heilige Abend. Es kommt auch nicht der Weihnachtsmann! Die gute Hexe Befana reitet auf ihrem Besen durch die italienischen Lande und bringt den braven Kindern die Geschenke. Die bösen Kinder bekommen ein Stück schwarze Kohle. Heute sind es schwarze Lakritzebonbons.

Suche nach dem Christkind

Der Name Befana stammt vom Fest Epiphanias (Italienisch: Epifania), dem Fest der Erscheinung des Herrn. Der Sage nach soll die kleine Hexe Befana von den Hirten die frohe Botschaft gehört haben. Der Stern sollte sie zur Krippe führen. Einige Zeit später machte sich die kleine Hexe auf die Suche nach dem neu geborenen Kind. Aber da der Stern bereits verloschen war, konnte sie es nicht finden. In der Hoffnung, eines der Kinder sei das Christkind, schwingt sie sich nun jedes Jahr in der Nacht vom 5. zum 6. Januar auf ihren Besen, voll bepackt mit Geschenken, und beschert alle braven Kinder.

Am 6. Januar 2006 kam die gute Hexe sogar aus Uggiate Trevano nach Adelsdorf auf den Marktplatz und bescherte 200 Kinder. Die Freunde aus der italienischen Partnergemeinde stellten damals mit großem Erfolg den Adelsdorfern ihr heimatliches weihnachtliches Brauchtum vor.