Schwerwiegende Bedenken gegen die geplante Änderung des Bebauungsplans Peuntgarten II gibt es nicht. Dennoch musste sich der Marktgemeinderat am Montagabend mit einigen Einwänden befassen. "Den größten hatte der Fachbereich Naturschutz am Landratsamt Kulmbach", sagte Architekt Georg Schilling aus Hollfeld. Die Fachleute hätten Sorgen wegen der biotopkartierten Heckenstruktur in diesem Bereich. Diese müsse unbedingt erhalten bleiben. Das sei kein Problem, so der Tenor im Gremium. Die Ratsmitglieder versprachen, die Einwände zur berücksichtigen.
Die Telekom verwies auf die dort vorhanden Anlagen. Diese könnten erhalten bleiben, konstatierte der Architekt, der die Änderungen vorantreibt. Berücksichtigt wurden außerdem die Belange des Brandschutzes und der Einwand von Nachbarin Carmen Kunert, ein Nebengebäude in das Baufenster einzubeziehen. "Das ist gemacht", erklärte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU).
Der Marktgemeinderat beschloss dann die Änderung des Bebauungsplans als Satzung.
Weiter brachte das Gremium eine Einbeziehungssatzung Limmersorf-Felkendorfer Straße mit der dazugehörigen Flächennutzungsplanänderung auf den Weg und befürwortete den Antrag der Eheleute Katrin und Jakob Pietka, in Hutschdorf ein Einfamilienwohnhaus mit Garage und Carport bauen zu dürfen. Zwar werden die vorgegebenen Baugrenzen und die Kniestockhöhe leicht überschritten, doch dies sei nicht problematisch.
Schwieriger stellte sich schon das Vorhaben von Amanda und Michael Unger dar, denn das Grundstück liegt im Außenbereich von Lanzenreuth, wie der Bürgermeister erklärte. Das Landratsamt stimme nur zu, "wenn wir eine Ortsabrundungssatzung erlassen". Das ist laut Bernreuther machbar. Im übrigen gebe es in Lanzenreuth eine aus acht Gebäuden bestehende Häuserzeile hinter dem Feuerwehrhaus, die eigentlich im Außenbereich liege und die damals genehmigt wurde.
Ebenso wie Veit Pöhlmann (FDP) sprach sich auch Jürgen Kieslich (CSU) eindeutig für eine Befürwortung der Bauvoranfrage aus. Klaus Förster (FW) ergänzte: "Wir sollten aber auch die planungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, dann haben die Leute keine Probleme." Der Gemeinderat votierte denn auch einhellig dafür, die Voraussetzung zu schaffen, dass eine Bebauung genehmigungsfähig ist.
Ebenfalls keine Einwände gab es gegen den Antrag von Werner Lindner, den Dachstuhl zu Wohnräumen auszubauen und Gauben anzubringen.
Einhellig befürwortet wurde auch der Antrag des SV Hutschdorf, ein Sportheim mit Jugend- und Gymnastikraum zu bauen. "Das ist ein Meilenstein für Hutschdorf", kommentierte Veit Pöhlmann (FDP). "Es hat lange gedauert bis dieses Vorhaben so weit war, aber es ist toll, dass die Jugend dort einen Platz findet", so Erwin Schneider (FW). "Wir freuen uns über diesen Antrag", betonte auch Bürgermeister Bernreuther.