Gerold Snater Der Umwelt- und Bauausschuss der Stadt Königsberg billigte zwei Bauvorhaben, die das historische Bild der Stadt aufwerten.

Mit einem Außentermin begann die Sitzung des Ausschusses am Dienstag. Unter der Leitung von Bürgermeister Claus Bittenbrünn (CSU) besichtigten die Räte sowie Peter Schmidt und Tobias Mäder vom Bauamt der Stadt ein Haus am nahen Salzmarkt. Für dieses Anwesen in der historischen Altstadt war der Bauantrag auf Nutzungsänderung gestellt worden.

Das Haus soll zukünftig als Wohnung mit Café und Laden genutzt werden. Dabei sind im Innenbereich nur geringfügige Änderungen für einen besseren Brandschutz vorgesehen. Im Außenbereich soll auf städtischem Grund eine Holzterrasse zur Vergrößerung des Freisitzes und zur leichteren Belieferung mit Waren entstehen. Dadurch würde ein Pkw-Stellplatz am Salzmarkt entfallen. Das Gebäude ist ein Einzeldenkmal. Deshalb wurde für die Planungen bereits die Untere Denkmalschutzbehörde hinzugezogen.

Bürgermeister freut

Gegen dieses Vorhaben hatten die Mitglieder des Ausschusses nichts einzuwenden und gaben für das Ansinnen einstimmig grünes Licht. Für eine endgültige Ausführung muss für die Terrasse noch eine genaue Ausführungsplanung vorgelegt werden.

Bürgermeister Bittenbrünn begrüßte diese Entwicklung, die sich am Salzmarkt in Königsberg abzeichnet. Erfreut zeigte sich Bittenbrünn auch über einen Bauantrag für den Umbau und die Umnutzung einer alten Scheune in der Straße "Altes Brauhaus" in der Stadt. Die Scheune soll zu einem Wohnhaus mit Atelier ausgebaut werden. Da es sich um ein Einzeldenkmal handelt, erfolgt der Umbau in Zusammenspiel mit dem Amt für Denkmalschutz. "Ein Glücksfall für Königsberg, wenn die Scheune hergerichtet wird", kommentierte das Stadtoberhaupt das einstimmige gemeindliche Einvernehmen.

Bekanntgaben

Weitere Themen wurden im Ausschuss behandelt. Uneingeschränkte Zustimmung erfuhr die Absicht, im neuen Baugebiet am Wacholderweg eine Tempo-30-Zone einzurichten, da dort alle verkehrsrechtlichen Vorschriften (etwa keine vorfahrtsberechtigten Straßen, sondern eine Verkehrsregelung "Rechts vor links") gegeben seien.

Bekanntgegeben wurde, dass die Verbindungsstraße "Obere Mühle" zwischen dem Stadtkern und der neuen Siedlung am Wacholderweg demnächst zur Sicherheit ausgeleuchtet wird. In diesem Zusammenhang kam die Frage nach einer Querungshilfe für Fußgänger über die Staatsstraße und einer Geschwindigkeitsreduzierung auf.

In einer längeren Diskussion schälte sich heraus, dass Querungshilfen in Form von Verkehrsinseln oder auf dem Schulweg der Kinder durch Verkehrshelfer erfolgen könnten, was aber sehr schwierig sei. Die Stadt will sich deshalb weiter bemühen, eine geeignete Stelle zu finden, an der die viel befahrene Straße sicher überquert werden kann. Hierzu war bereits eine Besichtigung mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde erfolgt, wie der Ausschuss erfuhr. Um die Geschwindigkeit auf der Staatsstraße, aus Richtung Hofheim kommend, vor der Kreuzung Wacholderweg-Gründelberg abzufedern, wurde beschlossen, eine die Sicht behindernde Anhöhe vor der Kreuzung etwas abzutragen. Damit soll in Zukunft der Blick auf zwei beiderseits der Straße stehende, reflektierende Ortsschilder von Königsberg früher ermöglicht werden, die etliche Meter vor dieser Kreuzung platziert sind. So können Autofahrer rechtzeitig die Geschwindigkeit ihres Fahrzeugs vorschriftsmäßig reduzieren. Zusätzlich soll noch ein Temposchild angebracht werden, das dem Autofahrer seine augenblickliche Geschwindigkeit anzeigt.