Das Bebauungsgebiet "Am Wald II" ist planungsreif. Nachdem der Gemeinderat Neudrossenfeld die Einwendungen ausführlich angehört und besprochen hat, kann nun die Satzung ausgearbeitet werden.

Bei den Stellungnahmen war vor allem eine wichtig: die des Nebenerwerbslandwirtes Uwe Linhardt (wir berichteten). Er hatte für sein Grundstück, das direkt an das Baugebiet angrenzen würde, eine förmliche Voranfrage für die Errichtung eines Stalles für Weideschweine gestellt. Doch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat keine definitive Aussage darüber treffen können, ob der Betrieb wirtschaftlich betrieben werden könnte. Daher könne keine Aussage zu einer etwaigen Privilegierung getroffen werden.

Über einen Anwalt hatte der Hobbylandwirt mitgeteilt, dass er auch Enten und Gänse in nicht bezifferter Anzahl auf seinem Grundstück halten möchte. Bürgermeister Harald Hübner (CSU) meinte, dass das Vorhaben nicht sehr konkret dargestellt sei - zumal der Nebenerwerbslandwirt keine Aussagen darüber getroffen habe, ob er mit der Landwirtschaft Einkommen erzielt.

Zudem sei Uwe Linhardt nur der Pächter, nicht der Besitzer des Grundstücks. Letzterer habe keine Einwände vorgebracht. So entschieden die Räte einhellig, dass das öffentliche Interesse, Wohnraum zu schaffen, überwiegt.

In der jüngsten Sitzung beschlossen die Räte außerdem die erneute Auslegung der zweiten Außenbereichssatzung Oberzinkenflur. Hier geht es um die Frage, ob in dem Weiler mit derzeit drei Häusern ein weiteres Gebäude errichtet werden kann. Man befürchtet eine Splittersiedlung. Ein immissionsschutzrechtliches Gutachten soll nun klären, ob von der Bundesstraße eine Belastung ausgehe. Die Gemeinde lässt das Verfahren ruhen bis der potenzielle Bauherr das Lärmschutzgutachten eingeholt hat.