Vergangenen Freitag wurde die sanierte Kreisstraße BA 1 von Zapfendorf nach Scheßlitz wieder auf ganzer Strecke für den Verkehr freigegeben. Bürgermeister Bruno Kellner (FW) aus Rattelsdorf war in seiner Funktion als stellvertretender Landrat gekommen. Gemeinsam mit den Bürgermeistern Michael Senger (WG Sassendorf) von Zapfendorf und Roland Kauper ( CSU ) aus Scheßlitz gab er in einem symbolischen Akt am Vormittag die Straße für den Verkehr wieder frei.

Dabei bedauerte Kellner, dass das bei einem solchen Anlass früher übliche „Schaufelfest“ mittlerweile nicht mehr stattfindet. Dabei feierten früher alle Baubeteiligten miteinander den Abschluss einer Baumaßnahme.

Bürgermeister Kellner ließ es sich darum nicht nehmen, dem anwesenden Bauleiter Thomas Schuhmann für die Mitarbeiter einen kleinen Obolus zu überreichen. Die beiden anderen Bürgermeister taten es ihm gleich.

Innerhalb von sieben Wochen wurde das letzte Teilstück der Sanierung östlich von Windischletten bis nach Scheßlitz mit einer Länge von fast 2900 Metern und noch mal rund 300 Metern Ausbesserung westlich von Windischletten sowie weiteren 250 Metern im Kreuzungsbereich der BA 1 und BA 6 bei Roth fertiggestellt. Und das trotz schlechter Wetterbedingungen.

Abkürzung für Fernfahrer

Was dem einen ein Lob entlockt, sorgt beim anderen eher für Betrübnis. Insbesondere in Windischletten . Denn hier geht der Verkehr auf ganzer Länge mitten durch den Ort.

So seien die Mitarbeiter in den letzten Tagen vermehrt gefragt worden, warum das denn so schnell gehe mit der Fertigstellung. Man habe doch gerade erst angefangen, die himmlische Ruhe zu genießen. Denn rund 2000 Fahrzeuge benutzen die Strecke jeden Tag, wovon circa 200 dem Schwerlastverkehr zuzurechnen sind. Ganz schön viel für so eine kleine Kreisstraße und Ortschaft.

Die Kreisstraße wurde Ende der Siebziger Jahre noch unter ganz anderen Voraussetzungen in Dienst gestellt. Seit Fertigstellung der Autobahnen A 70 und A 73 sowie Einführung der Lkw-Maut erfreut sich die Straße auch bei Fernfahrern als Abkürzung großer Beliebtheit. Kann man sich so doch zwischen den Anschlussstellen Zapfendorf (A 73) und Scheßlitz (A 70) den „Umweg“ über das Bamberger Kreuz sparen. Mit der jetzigen Wiederinbetriebnahme wurde die Straße für rund 800 000 Euro rundumerneuert. Straßenschäden der letzten 40 Jahre, Verformungen und Spurrillen sind beseitigt, womit auch erhöhte Aquaplaninggefahr bei Nässe reduziert werden kann.

Bankette wurden „standfest ausgebildet“ – wie es heißt – „und in Innenradien zusätzlich befestigt“. Die Verstärkung des gebundenen Oberbaus ermöglicht eine bessere Tragfähigkeit.