Seit dem Amtsantritt des Schönbrunner Bürgermeisters Dirk Friesen ( CSU ) vor zwei Jahren konnte coronabedingt erstmals eine allgemeine Bürgerversammlung stattfinden.

Die Statistik zeigt deutlich, dass die Gemeinde stetig weiterwächst und vor allem bei jungen Familien immer beliebter wird. Deshalb steigt der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen, weshalb eine Erweiterung der Kindertagesstätte St. Franziskus in Schönbrunn um zwei Krippengruppen, also insgesamt für 24 Kinder, unabdingbar war. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit und einer Gesamtinvestition von 1,85 Millionen Euro wurde die neue Kinderkrippe im vergangenen Juni im kleinen Kreis eingeweiht. Derzeit werden 104 Kinder betreut und es wird bereits eine weitere zusätzliche Krippengruppe ab September notwendig.

Digitalpakt an der Grundschule

Auch in der Grundschule Schönbrunn-Ampferbach hat sich einiges getan. Die Digitalisierung wurde durch Fördermittel aus dem Digitalpakt  II fortgesetzt und durch Corona noch beschleunigt. Man habe alle Fördermittel ausgeschöpft und in den vergangenen vier Jahren Beamer, 44 Tablets, Drucker, Kopfhörer, Laptops und sogenannte Active Panels für den Unterricht sowie für das Homeschooling neun Leihgeräte und fünf Lehrerdienstgeräte angeschafft. Außerdem wurden die Kita und die Schule mit mobilen Luftreinigungsgeräten sowie CO2-Messgeräten ausgestattet.

2020 wurde das Umweltprojekt Streuobstwiese angelegt, das zum Thema Klimaschutz und Umweltpädagogik beiträgt. Der Gedanke dieser Aktion ist unter anderem die Aufforstung und die Errichtung eines natürlichen CO2-Speichers, der sich auf etwa 2000 Quadratmeter Wiese umsetzen ließ. Es wurde Familien ermöglicht, eine Baumpatenschaft zu übernehmen, welche auf das neugeborene Familienmitglied übertragen wird. Diese Streuobstwiese trägt zur Lernkultur unserer Kindergarten- und Schulkinder bei, so Bürgermeister Friesen.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz und Zukunft ist ebenfalls die geplante Erstellung eines Solarflächenkatasters. In erster Linie sind Dachflächen öffentlicher Gebäude geplant, wie die Schule, die Kindertagesstätte sowie die Feuerwehrhäuser.

Die Gemeinde hat zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg eine optimale Lösung für den sicheren Schulweg an der Überquerung der Staatsstraße in der Zettmannsdorfer Straße, Ortsausgang Richtung Oberneuses, gefunden. Es wird eine Lichtsignalanlage errichtet und der Gehweg wird in der Zettmannsdorfer Straße verlängert. Mit dem Bau kann voraussichtlich Anfang 2023 begonnen werden. Aktuell unterstützen ehrenamtliche Schulweghelfer die Grundschüler beim Überqueren der Straße zur Schule.

15 neue Wohnungen sollen entstehen

Nach dem Verkauf an einen privaten Investor wurden der alte Kindergarten und die Gemeindewohnungen abgerissen. Der dort geplante Neubau soll Platz bieten für 15 moderne, teils barrierefreie Wohnungen und zusätzlich sechs öffentliche Parkplätze. Dies sei schon lange ein großes Anliegen des Gemeinderates gewesen, so der Bürgermeister. Mit dem Bau wird voraussichtlich im Jahr 2023 begonnen.

Das neue Bebauungsgebiet „Bremi II“ mit 23 bezahlbaren Bauplätzen entstand. Das Bebauungsgebiet in Zettmannsdorf mit zehn Bauplätzen wird bald begonnen. Nach einer umfassenden Vorbereitungs- und Planungsphase wurde die Dorferneuerung in Grub nun begonnen. Mit dem Spatenstich erhielt der erste Bauabschnitt bereits seinen offiziellen Startschuss. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,9 Millionen Euro. 50 Prozent der förderfähigen Kosten wird der Freistaat Bayern übernehmen.

Die Kapelle Steinsdorf wurde saniert. Der Dachstuhl sowie der Glockenturm und die Fenster erstrahlen im neuen Glanz. Das Innere der Kapelle wird nun durch die Dorfgemeinschaft übernommen und gestaltet.

Aufgrund eines Betonschadens musste die Kläranlage Zettmannsdorf/Oberneuses saniert werden. Die bisherigen Kosten der Sanierung waren im Rahmen.

Die in die Jahre gekommenen Spielplätze wurden alle wieder auf Vordermann gebracht, erneuert oder erweitert.

Dank der Kooperation der Sparkasse Bamberg und der Raiffeisenbank Burgebrach-Stegaurach bleibt der Geldautomat weiterhin in Schönbrunn und kann von Kunden beider Banken kostenfrei genutzt werden.

Testzentrum und Flüchtlingshilfe

In Zeiten der Pandemie wurde in Schönbrunn ein Testzentrum eröffnet, dass dank der Mithilfe von zwölf ehrenamtlichen Helfern seit März 2021 3900 Tests durchführen konnte. Weiterhin wurden im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Burgebrach öffentliche Impftermine ermöglicht, bei denen 4803 Impfungen durchgeführt wurden.

Mittlerweile wurden 25 Flüchtlinge aus der Ukraine in teils privaten, aber auch kirchlichen Unterkünften untergebracht. Ein Arbeitskreis aus gemeindlichen, kirchlichen und privaten Personen bietet unter anderem Deutschunterricht an. Vier ukrainische Kinder gehen bereits in die Grundschule.