Im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung im Bischberger Bürgersaal standen Beratung und Beschluss der Haushaltssatzung für den Haushalt 2021. Dabei zeichnete Kämmerin Renate Heinz ein durchweg positives Bild, das sowohl den Rückblick auf das vergangene Jahr als auch den Ausblick auf die zukünftigen Jahre betrifft.

Schwerpunkte waren so im Jahr 2020 der Ausbau der Pelzersteraße/Hubertusweg, die Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses in Tütschengereuth, der Bau des Kinderhortes /Provisorium Kita St. Matthäus, das durch den Baubeginn der Kindertagesstätte St. Matthäus Klingenberg abgelöst wurde, die Dachsanierung der Mittelschule sowie die Förderzusage für die Generalsanierung des Bischberger Hallenbades durch Bund und Land.

Keine Neuverschuldung

Der Haushaltsentwurf schließt im Verwaltungshaushalt mit 11 962 100 Euro, im Vermögenshaushalt mit 7 398 900 Euro ab, dies ergibt ein Gesamtvolumen von 19 361 000 Euro. Finanziert wurde der Vermögenshaushalt durch die Zuführungsrate mit 1 686 600 Euro und durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 5 178 200 Euro, vermieden werde konnte ein Neuverschuldung . Noch im grünen Bereich auch die Pro-Kopf-Verschuldung von Bischberg : Sie betrug bei 6111 Einwohnern zum Jahresbeginn 48,81 Euro und wird sich voraussichtlich zum Ende des Haushaltsjahres auf 43,89 Euro verringern – dies ergibt einen Schuldenstand von 268 207 Euro Ende 2021.

Dicke Brocken in diesem Jahr sind die weitere Sanierung der Mittelschule Bischberg , der Neubau der Kita St. Matthäus, das Dorfgemeinschaftshaus Weipelsdorf , die Planungskosten für die Sanierung der Bischberger Hauptstraße, die Erstellung einer Urnenwand auf dem Trosdorfer Friedhof und die Anschaffung eines Löschfahrzeuges LF 20 für die Freiwillige Feuerwehr Bischberg .

Eine von Grund auf solide Haushaltsplanung kennzeichnet auch den Haushalts- und Finanzplan bis zum Jahr 2024. Hierzu gehören außer den bereits erwähnten laufenden Projekten der Ausbau der Kirchstraße, die Sanierung des Unteren Schlosses und die Anschaffung von weiteren Löschfahrzeugen.

Zusammenfassend stellte die Kämmerin fest, dass die Steuereinnahmen einen Höchststand erreicht hätten, die Auswirkungen aufgrund der Corona-Pandemie könne man zunächst erst erahnen. So stimmte der Gemeinderat einstimmig dem Finanzplan und dem Haushaltplan zu.

Antrag zurückgezogen

Die Anbahnung des Isek-Prozesses (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) hatte sich die Bischberger SPD-Fraktion mit Theo Schnörer auf ihre Fahnen geschrieben und einen entsprechenden Antrag gestellt. Sachinformationen zum Isek-Prozess gab es durch Dipl.-Ing. Frank Schönfelder von der Planungsgruppe Strunz. Er zeigte Möglichkeiten auf, wie sich im Rahmen des Bayerischen Städtbauprogramms Fördermöglichkeiten ergeben könnten. Ziel sei eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und der Umwelt in Stadt und Land.

Bürgermeister Michael Dütsch (BI) sah in der Sitzung nur wenige Möglichkeiten, dies in Bischberg umzusetzen, zudem erfordere ein solches Programm die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde, zumal bis zur Verwirklichung eine Vorlaufzeit von acht bis zehn Jahren vorhersehbar sei und die Gemeinde ohnehin derzeit mehrere Großprojekte stemmen müsse. Da eine Bürgerbeteiligung unter diesen Umständen nicht möglich sei, zog Schnörer seinen Antrag zurück.