von unserer Mitarbeiterin Dorothea Weiler

Baiersdorf — Im Zentrum der Baiersdorfer Stadtratssitzung stand die Verabschiedung des Haushalts für das Jahr 2015. Der Haushalt besitzt Gesamtvolumen von rund 20 Millionen Euro, wobei das Verwaltungsvolumen bei knapp 13 Millionen Euro und das Vermögensvolumen bei etwas über sechs Millionen Euro liegen.
Einstimmig befürworteten die 18 anwesenden Stadträte die Etatschätzung. Bürgermeister Andreas Galster (CSU) gab als Ziel für Stadt Baiersdorf, die sich von den finanziellen Einbußen aufgrund der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2007 noch nicht vollständig erholt hat, eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1000 Euro vor.
Die Fraktionsvorsitzenden und deren Stellvertreter äußerten sich nach der Abstimmung über den Haushalt in kurzen Stellungnahmen durchweg positiv. Sie habe kein Haar in der Suppe gefunden, sagte beispielsweise Julia Seidel von der FDP. Das meiste sei vernünftig umgesetzt und sollte in den kommenden Jahren weiterverfolgt werden. "Wir reden immer vom Sparen, aber richtig sparen an den Ausgaben tun wir tatsächlich nicht", ließ Wilfried Kern (ÖWG) Kritik zwar einfließen. Allerdings stellte er auch fest: "Vom Ranking her ist der Haushalt wie immer perfekt aufgestellt."

Auf das Notwendige beschränkt

Jürgen Ries (SPD) betonte, dem Stadtrat sei es nicht auf Prestigeobjekte angekommen, sondern er habe sich auf das wirklich Notwendige beschränkt.
Ein großer Betrag werde für die Jugendarbeit verwendet, merkte dagegen Christina Lepper von der CSU positiv an. Der Verwaltung sei "Lob und Dank" auszusprechen, schloss sich Jan Voit (FWG) seinen Vorrednern an. Eine Aufstellung der Schuldenentwicklung zeigt auch, dass sich im vergangenen Jahr die Schulden noch einmal um eine Million verringert haben. Es ist anvisiert, 2015 eine weitere Million Euro einzusparen, sodass sich das Defizit am Ende des Jahres dann auf neuneinhalb Millionen Euro belaufen könnte.
Für die Investitionen ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 764 120 Euro vorgesehen ist. Allerdings müsste das Defizit im Vermögenshaushalt noch weit höher angesetzt werden, hätte die Stadt Baiersdorf nicht in die Einnahmen des Vermögenshauhalts noch ausstehende Fördergelder aus laufenden und bereits abgeschlossenen Baumaßnahmen sowie zu erwartende Erlöse aus dem Verkauf von Gebäuden und Grundstücken mit eingerechnet.