Zwar gab es keinen Gegenkandidaten, trotzdem ist das Votum beim CSU-Ortsverband Heßdorf ein riesiger Vertrauensbeweis. Alle 22 wahlberechtigten Mitglieder stimmten unter der Leitung von Stefan Martin wiederum für Manfred Bäreis als CSU-Ortsverbandsvorsitzender.

"Ich bin begeistert, bei einer geheimen Abstimmung 100 Prozent Zustimmung zu bekommen. Das ist sensationell", lautete die erste Reaktion des wiedergewählten Ortsvorsitzenden. Auch zur Kommunalwahl 2020 werde die CSU mit einem Bürgermeisterkandidaten und einer starken Liste präsent sein, versprach er.

Mit Beifall wurde die Nachricht aufgenommen, dass Axel Gotthardt der CSU beigetreten sei und die Mitgliederzahl zusammen mit zwei weiteren Neuzugängen auf 45 erhöhte. Gotthardt hatte ja die Fraktion der Freien Wähler verlassen und sich im Februar der CSU-Fraktion angeschlossen. "Der Zusammenhalt dieses Ortsverbands ist genau das, was die Gesellschaft braucht, und ich fühle mich in der Fraktion sehr wohl", erklärte Gotthardt unter Beifall.

Den Zusammenhalt im Ortsverband und in der Fraktion hob auch Vorsitzender Bäreis hervor, der den Ortsverband seit sechs Jahren führt.

Bäreis ließ die Veranstaltungen des CSU-Ortsverbands Revue passieren, wobei das 50-jährige Bestehen der CSU-Seebachgrund mit Staatsminister Joachim Herrmann in der Festhalle Baumüller und die Ernennung von Gerd Reif zum Ehrenmitglied die Höhepunkt gewesen seien. Zu den gut besuchten Veranstaltungen zählte Bäreis auch das traditionelle Weinfest in Hannberg, das Wintergrillen bei der Familie Schüßler und das gemeinsame Fischessen der CSU-Seebachgrund.

Wähler halten

Mit: "Zusammenfassend und abschließend gilt es zu sagen: Der Vorstand der CSU blickt mit Stolz auf unserem OV und das Geleistete der letzten Jahre. Die gemeindliche Entwicklung trägt jetzt und muss auch in Zukunft die Handschrift der CSU im Gemeinderat tragen", schloss Bäreis. Nicht ohne zu erwähnen, dass der neue Ortsvorstand und die Fraktion in den nächsten zwölf Monaten wegen der Kommunalwahl stark gefordert sein würden. Schließlich gelte es auch, zu verhindern, dass sich unzufriedene Wähler den Populisten und der AfD zuwenden.

Nach der Wahl und den Rechenschaftsberichten gab es mit Oliver Schüßler und Markus Windisch noch die Berichte aus der Fraktion. Schüßler berichtete über die Fortschreibung des Flächennutzungsplans, die Sanierung der Grundschule in Hannberg und des Feuerwehrgerätehauses in Heßdorf. Die Kostenmehrungen seien überwiegend der konjunkturellen Lage geschuldet, doch bei der letzten Sitzung mit Vergabe der Arbeiten für die Außenanlagen der Grundschule habe die Fraktion ihr Veto einlegen müssen.

"Die CSU-Fraktion steht hinter den Projekten der Gemeinde", betonte Markus Windisch, wobei die CSU ein wachsames Auge auf die Kostenentwicklung habe. Manchmal entstehe "bei der Verwaltung der Eindruck, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut". "Das wird eine spannende Haushaltssitzung", blickte Windisch voraus. Lob gab es für Axel Gotthardt für seinen Fraktionswechsel und seine konstruktiven und sachlichen Beiträge im Gemeinderat. "Wir gehen mit breiter Brust und geschlossen in die Kommunalwahl", so Windisch.