Die Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (Grüne) geht auf Abstand zu der Sprayeraktion, bei der am vergangenen Montag eine forstwirtschaftliche Maschine im Wald bei Ebrach beschädigt wurde. "Ich distanziere mich von der Besprayung des gezeigten Schleppers, die ich für falsch halte und von der ich bis zum Lesen des Artikels keine Kenntnis hatte", schreibt sie in einer Erklärung, die den Fränkischen Tag am Freitag erreichte.

Der FT hatte in seiner Ausgabe vom 24. Dezember, berichtet, dass der Besitzer des Rückeschleppers die Tat entdeckt und angezeigt hat, kurz nachdem dort eine Protestaktion der Gruppe "Steigi bleibt" stattgefunden hatte. Fotos, die die Aktivisten mit Plakaten vor und auf dem Schlepper zeigen, wurden am Dienstag von Badum im Internet gepostet.

Auf Nachfrage hatte sie am Mittwoch lediglich erklärt, sie habe keine Kenntnis von der Sprayaktion und könne sich deshalb nicht zu den Vorgängen äußern. Nach dem Artikel werde sie nun mit Verdächtigungen konfrontiert. "Ich weise diese Vermutungen auf das Schärfste zurück", schrieb sie am Freitag. Seit Jahren betreibe sie politische Öffentlichkeitsarbeit für einen Nationalpark Steigerwald. Auch am Montag, 21. Dezember, sei sie im Steigerwald gewesen, um sich die Fällungen vor Ort anzusehen. "Nach den Fotoaktionen verließ ich den Ort, an dem die Bilder gemacht wurden und wanderte zum Steinkreuz sowie nach Ebrach zurück", erklärt Badum nun. hak