Sorge um den digitalen Nachlass

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Von links: Referent Ronald Kaiser, Rosi Hufnagel (Regionalbeauftragte der Hanns-Seidel-Stiftung) und Siegfried Erhard.
Von links: Referent Ronald Kaiser, Rosi Hufnagel (Regionalbeauftragte der Hanns-Seidel-Stiftung) und Siegfried Erhard.
Walter Kuhn

Die Kreishauptversammlung 2026 der CSU Senioren-Union fand im Festsaal des Landgasthofs „Zum Stern“ in Obererthal statt. 60 Mitglieder waren der Einladung des Vorsitzenden Siegfried Erhard gefolgt. Nach den dafür vorgesehenen Regularien und dem üblichen Bericht des Vorsitzenden, der wieder mit einem Bilder-Rückblick unterlegt war, übergab Erhard das Mikrofon an den Informationswissenschaftler Ronald Kaiser, einem Referenten der Hanns-Seidel-Stiftung.

Dieser versorgte die Senioren in seinem Referat mit zahlreichen nützlichen Hinweisen darüber, wie jeder heutzutage seinen digitalen Nachlass rechtzeitig und sinnvoll regeln sollte. Denn fast jede Person verfügt heute über verschiedenste Daten auf Apps im Internet, Konten werden oft vom Computer aus geführt, Verträge sind am Rechner einseh- und veränderbar und so manches ist auf einer Cloud, also in einem riesigen Speicher eines Rechenzentrums, gesichert. Den wohl wichtigsten Rat gab es gleich zu Beginn: „Erteilen Sie rechtzeitig eine entsprechende Vollmacht für eine Person Ihres Vertrauens, die mit einigermaßen computertechnischem Verständnis ausgestattet sein sollte, um Ihre Angelegenheiten im Internet zu regeln, wenn Sie selbst es nicht mehr tun können.“ Diese wichtige Aufgabe kann erleichtert werden, wenn eine immer wieder aktuell geführte Liste angelegt wird, auf der die jeweiligen Pins, die Benutzernamen und Passwörter ersichtlich sind. Man sollte auch bedenken, dass die Vertrauensperson eine zweite Zugangsmöglichkeit besitzen muss, falls Gesichtserkennung oder Fingerabdruck einmal nicht mehr möglich sein sollten. Um eventuellen Missbrauch mit Daten in den Sozialen Netzwerken zu verhindern, kann ein sogenannter Gedenkzustand eingerichtet werden, der zum Beispiel nach dem Ableben einer Person nachträgliche Veränderungen unmöglich macht. Wer die meisten seiner Hinweise nachlesen möchte, den verwies der Referent Ronald Kaiser auf die Homepage: Startseite verbraucherzentrale.de

                                Walter Kuhn,

     Seniorenunion Kreisverband                                Bad Kissingen