Dass im Tischtennisbezirk Oberfranken West eine ausgezeichnete und erfolgreiche Nachwuchsarbeit betrieben wird, zeigte der Bezirkstag in Untersiemau. So gingen zum Beispiel vier Mädchen- und zwei Jungen-Mannschaften in der höchsten bayerischen Liga auf Punktejagd.

Jugendwart Bernd Fischer (TTC Thann) präsentierte zufrieden die Zahlen: Von den 102 Vereinen hatten 36 eine oder mehrere Mannschaften gemeldet. Insgesamt waren das 75 Nachwuchsteams (61 Jungen, 14 Mädchen). Bei den Jungen teilten sich die Mannschaften auf eine Bezirksoberliga, zwei Bezirksligen und vier Bezirksklassen (Coburg, Neustadt, Lichtenfels, Bamberg) auf. Bei den Mädchen gab es eine Liga mit zehn Teams. 423 Jungen und 121 Mädchen waren in der abgelaufenen Saison im Einsatz.

Auf Verbandsebene schnitten die Jungen des FC Adler Weidhausen (3. Platz) und des TTV Altenkunstadt (4.) in der Verbandsliga Nordost stark ab. Bei den Mädchen holte der TSV Unterlauter in der Verbandsoberliga Nord sogar die Vizemeisterschaft. Zudem waren in dieser Liga der TTC Rödental (4.), der TSV Bad Rodach (6.) und die zweite Vertretung von Unterlauter (8.) aktiv.

Zufrieden war Fischer auch mit den Teilnehmerzahlen bei den Turnieren. In sechs verschiedenen Wettbewerben seien immerhin 492 Talente am Start gewesen, die sich zum Teil auch auf Verbandsebene gut in Szene setzten. So standen David Fischer (FC Adler Weidhausen), Paul Hofmann und Cathrin Singer (beide TTV Altenkunstadt) bei bayerischen Meisterschaften auf dem Podest.

Beim Sparkassenpokal für Auswahlteams der C-Schüler kam das Quartett aus Sophie Schirm (TSV Bad Rodach), Elina Meyer, Emil Hetz (beide TSV Unterlauter) und Lukas Schmidbauer (Post SV Bamberg) unter 16 Mannschaften auf den starken zweiten Platz.

Der Fachwart für Jugend- und Mannschaftssport, Fabian Markert (TSV Untersiemau), wies auf Änderungen der Altersklassenbezeichnungen in der kommenden Saison hin. So gibt es künftig die Einteilung in Jugend 18, 15, 13 und 11.

Jugend-Leistungssport-Fachwart Werner Schumann (Adler Weidhausen) bedauerte, dass durch die Neustrukturierung die Jugendförderung im Verband grundlegend verändert worden sei. Sie werde jetzt von München aus zentral gesteuert, so dass der Einfluss der Bezirke relativ gering sei und sich zumeist auf ein Vorschlagsrecht beschränkt. Sein Angebot an die Vereine: "Wenn ein Verein Jugendliche hat, die an Lehrgängen teilnehmen möchte, der melde sich bitte bei mir." Auch würde Schumann von den Vereinen gerne wissen, wer Ansprechpartner für die jeweiligen Nachwuchsteams sei. hf