Mit einer Andacht begann Pfarrer i. R. Hans Peetz die Mitgliederversammlung des Vereins "Markgrafenkirchen" in der Johanneskirche in Trebgast. Bei einer kurzen Einführung in die Besonderheiten der örtlichen Markgrafenkirche erwies sich der Vorsitzende als Bewunderer der herrlichen, in schlichtem weiß geschaffenen Deckenarbeiten von Hof-Stuckateur Jeronimo Francesco Andreoli.

Die Vorsitzende des Vereinsrats, Regionalbischöfin Dorothea Greiner, die mit Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz das Aufsichtsorgan bildet, ging zunächst auf personelle Veränderungen ein, die sich auch aus der Wahl im März ergeben hätten. Sie freute sich auf die Zusammenarbeit mit den beiden Landräten Florian Wiedemann und Klaus Peter Söllner sowie die beiden Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und Ingo Lehmann. "Sie sind unser Draht zur kommunalpolitischen Ebene und zudem unverzichtbare Partner bei unserem Leader-Projekt."

Im Juli verabschiedet wurde Pfarrer i. R. Hans Peetz nach gut drei Jahren als Verantwortlicher für die Projektstelle zur Erschließung der Markgrafenkirchen. Für die verbleibenden eineinhalb Jahre folgt ihm auf dieser Position Pfarrerin Daniela Herrmann. Hans Peetz begleitet weiterhin das Leader- und das Inventarisierungsprojekt und bleibt Vorsitzender Vorstands.

Dritte Personalie war die Verabschiedung von Zweitem Vorsitzenden Dekan Thomas Guba, der im August als Dekan nach Weiden wechselte. Zu seiner Nachfolgerin wurde Dekanin Ulrike Schorn gewählt.

Für eines von drei großen Projekten, der vom Finanzminister befürworteten Präsentation der Markgrafenkirchen im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, warben die beiden Vereinsräte bei einem Besuch in München um Unterstützung beim Präsidenten der Schlösser- und Seenverwaltung, Bernd Schreiber.

Ein Expertenteam befasst sich seit September 2018 mit der Inventarisierung, dem zweiten großen Projekt.

Dabei wird in 95 Kirchen der Bestand an Kunstschätzen erfasst und fachgerecht dokumentiert. Die Ergebnisse werden in einem Buch für jede Kirche zusammengefasst. "Unser Projekt hat große Schubkraft - mehr als ich zu Beginn zu hoffen wagte", bilanzierte die Regionalbischöfin.

Hans Peetz erläuterte den Sachstand der einzelnen Projekte des Leader-Programms. Die professionellen Fotoaufnahmen zur Verwendung für Websites, Infotafeln oder Kirchenflyer seien abgeschlossen. Als Erkennungsmerkmal sei jedes Gotteshaus mit einem einheitlichen Logo beschildert worden.

Mit einer Auflage von jeweils 10 000 Stück sind laut Peetz bisher drei Veranstaltungsflyer erschienen. In Workshops werde derzeit ein großes wissenschaftliches Symposium für Juli 2021 vorbereitet. In Arbeit seien Reiseführer, die im Frühjahr 2021 verfügbar sein sollen.

Schatzmeister Pfarrer Wolfgang Böhm konnte den ersten erfolgreichen Mittelabruf aus dem fast 700 000 Euro schweren Leader-Budget verbuchen. Er dankte Heidrun Piwernetz für die Vermittlung eines Zuschusses aus der Oberfranken-Stiftung. Dieter Hübner