Der Schwarzacher Friedhof darf sich künftig auch "Ökologischer Lehr-Friedhof" nennen. Zu dieser Auszeichnung gratulierte stellvertretende Landrätin Christina Flauder im Anschluss an die Vorstellung des Pfarrerehepaares Sinara und Danilo Kammers. Die Bewahrung der Schöpfung ist nach den Worten Flauders ein wichtiges Thema in der Kirche.

Wie sie weiter ausführte, war dieser ökologische Lehrfriedhof auch ein großes Herzensanliegen des Umweltbeauftragten für das Dekanat Kulmbach, Hans Ulrich Gruber. Gruber selbst wusste zu berichten, dass es seit vielen Jahren Menschen in der Gemeinde gibt, die sich um den Parkplatz bei den Obstbäumen am Friedhof kümmern, die Vögel füttern und die für die Natur und die Gemeinde da sind.

Dafür dankte Flauder besonders und stellte weiter fest: "Es geht um Artenschutz, um Vielfalt im Garten, in Wiese, Hecke, Feld und Wald, um das Aufstellen von Nisthilfen, Hummeltankstellen. Kurz, um die Erhaltung unserer naturnahen Lebensräume. (...) Der Friedhof hier in Schwarzach soll eine Oase, ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen sein. Die Menschen, die hierherkommen, erfahren Ruhe und Besinnung, Stärkung in ihrer Trauer, Begegnung mit anderen und nunmehr bekommen sie auch noch erklärt, was Gießbecken mit Artenschutz verbindet, was wir unseren Bäumen zu verdanken haben und warum Wildwuchsflächen so wertvoll sind."

Zehn Info-Tafeln wurden dazu aufgestellt, die den Besucher über den Friedhof leiten und Wissenswertes aufzeigen: Warum alte Mauern wichtig für Pflanzen und Tiere sind oder warum Wiese statt Rasen und warum es sich nicht lohnt, zu mähen. Weiter wird festgestellt, dass im Kirchengebäude die Fledermäuse schlafen und dass Brennnesseln wertvolle Futterpflanzen sind. Rei