"Sie sind das Gesicht der Kirche, das Aushängeschild und Etikett", mit diesen Worten lobte Erzbischof Ludwig Schick die Pfarramtsmitarbeiter, die das 20-jährige Bestehen ihres Verbandes bei einem Pontifikalgottesdienst in der Basilika Vierzehnheiligen feierten.

Der anschließende Festakt fand im Diözesanhaus statt. Gründungsmitglied Magdalena Meinlschmidt lüftete das "kleine Geheimnis", das zum Erfolg führte. Meinlschmidt rief in Erinnerung: "Wir waren damals nicht wertgeschätzt". Bezahlung und Arbeitszeit stimmten nicht. Mit Mut und kleinen Schritten habe man begonnen und ein Senfkorn gepflanzt, das heute zu einem stattlichen Bau herangewachsen sei.

Die Leiterin in der Abteilung Aus- und Weiterbildung der Erzdiözese, Anne Kurlemann, berichtete von einer guten Zusammenarbeit. "Sie sind ein fester Faktor in der Diözese", stellte sie fest. In der Gestaltung von Pfarrbüros und in der pastoralen Entwicklung sei der Verband ein angenehmer aber auch anspruchsvoller Partner.

Verbandsvorsitzende Angela Weltz überreichte dem Erzbischof eine Skulptur der Heiligen Katharina von Siena, der Schutzpatronin des Verbandes. Sie war eine italienische Mystikerin, geweihte Jungfrau und Kirchenlehrerin. In Avignon gelang es ihr 1376, Papst Gregor XI. zur Rückkehr nach Rom zu bewegen. Als 1378 unter Urban VI. eine Kirchenspaltung drohte, wirkte sie für eine Friedenslösung.

Weltz hielt einen Rückblick auf die Entstehung des Verbandes, der am 20. Oktober 1998 in Bubenreuth gegründet wurde. In den ersten Jahren wurden Strukturen aufgebaut und Kontakte mit dem Ordinariat, der Mitarbeitervertretung der Caritas, der KODA als arbeitsrechtlicher Kommission für die Diözesen und anderen Berufsverbänden hergestellt. Bereits nach zwei Jahren war ein Berufsbild erstellt und in Zusammenarbeit mit dem Ordinariat ein Fortbildungskonzept erarbeitet. Die Mitgliederzahl wuchs beständig an, 2001 waren es bereits 100 Mitglieder. 2002 übernahm Waltraud Kießling den Vorsitz, den sie bis 2016 innehatte.

Vorsitzende Weltz blickte auf große Herausforderungen zurück: die Haushaltskonsolidierung des Erzbistums von 2004 bis 2006 mit schmerzlichen Einschnitten für alle, die neuen Seelsorgebereiche 2007, Priestermangel und die Neuausrichtung der pastoralen Räume. "Unsere Berufswelt hat sich rasant verändert", stellte Weltz fest. Die ständige Arbeitsverdichtung sei täglich spürbar.