Josef Hofbauer Bei der Masern-Impfpflicht, die ab 1. März gelten wird, setzt die Leiterin des Forchheimer Gesundheitsamtes Christiane Fleischmann auf die Einsicht der Eltern. "Wir haben sehr gute Haus- und Kinderärzte und eine hohe Impf-Quote", stellt Fleischmann fest. Dank der Dokumentationspflicht sei leicht nachvollziehbar, wer wann gegen welche Krankheiten geimpft wurde. Eine einzelne Impfung gegen Masern gebe es nicht. Verabreicht werde eine Vierfach-Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Die Leiter/inner der Kindertagesstätten und Kindergärten müssten sich ab 2. März das gelbe Impfheft vorlegen lassen. "Und im Zweifel darauf hinweisen, wie notwendig diese Impfungen sind." Weigerten sich die Eltern, müssten die Träger der Einrichtungen dies den Behörden melden. Hier könne es sogar zum Ausschluss vom Besuch der Kita kommen. Auf Grund der Schulpflicht müssten Kinder aber in die Schule gehen, auch wenn sie nicht geimpft sind. Hier sei die Rechtslage noch nicht eindeutig geklärt. "Ich habe gehört, dass es Eltern gibt, die das Bundesverfassungsgericht bemühen wollen", so Fleischmann.