Dem Kupferberger Stadtrat lag am Dienstagabend ein Antrag von Anke Emminger (SPD) auf Niederlegung ihres Stadtratsmandats vor. Bürgermeister Harald Michel (UKW) wies darauf hin, dass die angegebenen persönlichen Gründe ausreichend im Sinne der Gemeindeordnung sind. Das Gremium akzeptierte den Rücktritt denn auch mit sofortiger Wirkung zu. Auf der Liste der SPD rückt nun Silvia Turbanisch in den Stadtrat nach.

Anke Emminger war bei der Kommunalwahl 2014 erstmals in den Stadtrat gewählt worden. "Wir bedauern es sehr, dass Du Dein Mandat niederlegst. Du hast konstruktiv und sachlich mitgearbeitet, aber auch manchmal hart in der Sache. Du warst ein wertvolles Mitglied unseres Gremiums", sagte Zweiter Bürgermeister Werner Stapf (UKW).

Dritter Bürgermeister Marcus Ott (CSU) meinte, ihm blute das Herz. "Wir sind im Stadtrat zusammengewachsen, Dein Ausscheiden ist ein Verlust für unser Gremium. Aber wir akzeptieren Deine Entscheidung und wünschen Dir weiterhin einen guten Weg."

Volker Matysiak (SPD) schlug in die gleiche Kerbe. "Nach über sechs Jahren vertrauensvoller Zusammenarbeit wirst Du heute aus persönlichen und beruflichen Gründen den Stadtrat verlassen. Ich bedaure Deinen Schritt sehr. Deine neue Arbeit als Direktorin beansprucht dein Zeitbudget so stark, dass Du kaum noch Zeit für andere Sachen findest."

Schulleiterin in Hof

Die Zusammenarbeit mit Emminger nannte Matysiak ausgesprochen angenehm. "Deine Entschlossenheit aber auch die Leichtigkeit, mit Problemen umzugehen, werden mir fehlen." Bürgermeister Harald Michel (UKW) bedankte sich bei Anke Emminger ebenfalls für die gute Arbeit. Anke Emminger gehörte 16 Jahre dem Kollegium des Caspar-Vischer-Gymnasiums in Kulmbach an und ist seit dem 1. August 2019 Leiterin des Hofer Schiller-Gymnasium. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte sie am Dienstagabend, dass sie coronabedingt zwölf Stunden und mehr in Hof präsent sein müsse. Zudem müsse sie auf Grund der Pandemie 24 Stunden erreichbar sein.