Mit dem zweiten Vers seines Werkes der " Bamberger Domchorknaben Sängerfahrt" beschreibt Victor von Scheffel seine Reise durch das Wiesenttal im Sommer 1859, vorbei an Ebermannstadt und Gasseldorf. Der Standort der entsprechenden Tafel des Fränkische Schweiz-Vereins: in der Ortsmitte von Streitberg.
Auf der zweiten Tafel steht der Vers:
"Drauf schlendern wir talaufwärts hin,
Wo über Busch und Wiesen
Der Schlüsselberger Vesten kühn
Die Taleswindung schließen.
Mit Namen sind sie bös genannt,
Links droht der "Berg des Streites",
Rechts brüstet auf der Felsenwand
Sich breit das "Eck des Neides".


Lange Tradition

Scheffel führt mit seiner Reise eine lange Tradition fort, die von den beiden Erlanger Studenten und späteren Literaten Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder in der Fränkischen Schweiz begonnen wurde. Ihre Beschreibung des Wiesenttales von 1793, vor allem die von Tieck, beförderte eine große literarische und künstlerische Bewegung und Geisteshaltung: die deutschen Romantik. Vor allem Dichter verherrlichten bis Ende des 19. Jahrhunderts in ihren Schriften das Mittelalter, das in der Region vor allem durch die zahlreichen und gut erhaltenen Burgen und Ruinen - wie zum Beispiel in Streitberg - repräsentiert wird.