"Viele Abenteuer, viel Action, Spannung und Spaß erwartet jeden, der mit uns seine Freizeit verbringt. Wir haben einen einfachen Weg gefunden, Gruppenstunden trotz Corona möglich zu machen!" Damit macht der Pfadfinderstamm "König Artus" auf sich aufmerksam, der jetzt auch eine Gruppe in Stadtsteinach aufbauen möchte. Das Rezept hierfür ist ganz einfach: Solange das Wetter mitspielt, finden die Treffen im Freien statt. Stütz- und Treffpunkt ist ab heute an jedem Mittwoch um 16.30 Uhr die historische Schneidmühle am Eingang des Steinachtals.

"Das Tal ist nicht nur ein naturhistorisches Erholungsgebiet, sondern auch ein großer Abenteuerspielplatz - zumindest für uns", sagt Felix Bär. Er ist der Initiator der neuen Pfadfindergruppe, für die offenbar Interesse besteht. Zu einem ersten informativen Treffen waren bereits zehn Kinder gekommen.

Spaß und Abenteuer

Felix Bär selbst ist Pfadfinder, seit er zwölf Jahre alt war. Seine "Heimat" ist in Waldbuch. In dem Weiler gleich hinter Seibelsdorf gibt es bereits seit 60 Jahren einen Pfadfinderstamm. "Wir haben etwa 50 Mitglieder, davon sind 30 Kids im Alter von fünf bis 16 Jahren," erzählt er. "Was wir machen, scheint also nicht uninteressant zu sein - warum also nicht auch eine Gruppe in Stadtsteinach anbieten", begründet er seine Überlegungen zur Gründung einer weiteren Gruppe.

Bei der Pfadfinderei gehe es vordergründig zwar um Abenteuer und Spaß, "dahinter steckt aber mehr, was man vielleicht mit ,sich im Team zurechtzufinden und sich gegebenenfalls behaupten‘ umschreiben könnte". Das ist zumindest seine persönliche Erfahrung als Pfadfinder.

Mittlerweile 31, hat er vor einem Jahr einen Rewe-Markt mit 38 Angestellten in Helmbrechts aufgemacht - "etwas, was ich ohne die Pfadfinderei in diesem Ausmaß vielleicht nicht gewagt hätte", resümiert er.

Zurzeit gehe es um die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. "Dafür bietet uns das Steinachtal eine Menge Möglichkeiten", sagt Bär. "Wir wollen uns aber auch damit beschäftigen, was wir mit diesen Elementen machen. Wenn wir das klare Wasser der Steinach sehen und wissen, dass wir zuhause alles Mögliche ins Wasser hineinbringen, dann wäre es auch interessant zu sehen, wie das Schmutzwasser wieder gereinigt wird. Dazu wäre natürlich ein Besuch der Kläranlage ganz toll." Oder zum Thema Feuer: "Wir haben kleine Lagerfeuer bei unseren Zeltlagern. Dazu wäre es auch toll, wenn wir die Feuerwehr mal besuchen könnten, oder gar mit der Drehleiter ganz hoch hinauf fahren dürften", plant Bär Möglichkeiten, die für die Jungs und Mädchen spannend sein dürften.

Im Prinzip finden die Treffen draußen statt, so dass die Kinder auch entsprechend angezogen sein sollten. Es gebe aber auch Möglichkeiten, sich drinnen zu treffen, "soweit das bei den derzeit bestehenden Coronaauflagen dann möglich ist", sagt Felix Bär. "Der neue Jugendraum in Stadtsteinach wäre vielleicht eine Möglichkeit, wenn die Stadt uns dort aufnehmen würde."

Auch Mädchen willkommen

Es seien überwiegend Jungs mit ihren Vätern zum ersten Kennenlernen gekommen, berichtet Felix Bär, aber auch drei Mädchen. "Bei uns können alle Kinder mitmachen. Gut wäre es, wenn die Kinder regelmäßig kämen, nur ab und zu mal vorbeischauen ist schwierig. Wenn wir zum Beispiel einen ganz bestimmten Knoten zum Zeltaufbau gelernt haben, dann sollte man den können."

Natürlich wird es auch mit einer neuen Stadtsteinach Gruppe Zeltlager und ganze Wochenendtreffen geben, betont Bär. "So alle zwei bis drei Monate haben wir so etwas im Programm." Dann gibt es auch Treffen mit anderen Pfadfindergruppen. "Wir sind nicht unbedingt darauf aus, große Gruppen in Stadtsteinach zu haben," sagt Felix Bär. "Mit weniger Kindern kann man besser umgehen, aber niemand wird weggeschickt", sichert er zu. Mehr Infos gibt es unter stammkoenigartus.de oder unter Telefon 0175/5242443.