Vier der 36 Eigentümer haben dem Grunderwerb des Anwesens Hauptstraße 33 in Hohenberg bereits notariell zugestimmt. Das gab Bürgermeister Franz Uome (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. Die weiteren Erben müssten nun zeitnah angeschrieben werden und den Notarvertrag nachgenehmigen. Das Haupthaus mit Nebengebäuden solle abgerissen und das Grundstück für eine Wiederbebauung hergerichtet werden. Das Amt für Ländliche Entwicklung habe mitgeteilt, dass die Maßnahme in die Förderoffensive aufgenommen wurde.

Die Regierung von Oberfranken hat Uome zufolge einen weiteren Bewilligungsbescheid für den Bau eines Bürgerbegegnungszentrums mit Arztpraxis in der Kulmbacher Straße 7 erlassen. Für das 2,9 Millionen Euro teure Projekt erhalte die Gemeinde eine Förderung von rund 2,23 Millionen.

Mit Geldern aus dem Investitionspakt Sportstätten wollte der Markt den Neubau einer Skateranlage und eines Soccer-Courts finanzieren. Die Regierung hat nun mitgeteilt, dass von den 57 Bewerbungen in Oberfranken nur fünf ausgewählt wurden. Marktleugast sei nicht dabei, könne sich aber im nächsten Jahr wieder bewerben.

Zum Ausgleich von Gewerbesteuerausfällen aufgrund der Covid-19-Pandemie hat der Freistaat Bayern eine pauschale Finanzzuweisung gewährt. Nach Marktleugast flossen Uome zufolge 208 230 Euro.

Die Firma Münch Elektrotechnik hatte bereits im Juni 2019 einen Antrag auf Prüfung der Genehmigungsfähigkeit einer Photovoltaikanlage auf einer Gesamtfläche von 8,5 Hektar gestellt. Mit E-Mail vom 7. Dezember teilte das Unternehmen mit, dass das Projekt nicht mehr weiter verfolgt wird.

Der Bürgermeister gab weiter verschiedene Schreiben von Bürgern bekannt. Vorgeschlagen worden seien ein zusätzlicher Lebensmitteldiscounter und Tempo 30 im Ortsteil Steinbach.

Angeregt worden seien ferner verstärkte Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei in Großrehmühle, auch der Schandfleck des ehemaligen Gasthofs Rehbachtal sei beklagt worden. Derzeit nicht begehbar sei zudem aufgrund von Unebenheiten der Bürgersteig in der Seestraße in Neuensorg. Franz Uome gab bekannt, dass dort noch Baumaßnahmen anstehen und diese abgewartet werden.

Als neue Leiterin des Standesamts stellte Uome Carolin Korzendorfer vor. Ihr Stellvertreter ist Norbert Taig.

Online-Unterricht klappt

An der Grund- und Mittelschule Marktleugast befinden sich zwischen zwölf und 14 Kinder in der Notbetreuung. Der Unterricht zu Hause laufe gut, sagte der Bürgermeister. Die Schüler nutzten das von Ferdinand von Schau und Johannes Asen eingerichtete Programm Moodie (wir berichteten).

Geschäftsstellenleiter Michael Laaber wies auf ein Schreiben des Landratsamts Kulmbach hin, wonach eine beschränkte Erlaubnis für das Ableiten von Grundwasser aus zwei Drainagesträngen von der ehemaligen Hausmülldeponie Marienweiher in den Großen Koserbach erteilt worden sei.

Der Marktgemeinderat Marktleugast hat in der jüngsten Sitzung im Bürgersaal den Abschluss der Jahresrechnung 2019 zur Kenntnis genommen. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 6,093 Millionen, der Vermögenshaushalt mit 2,675 Millionen Euro ab. Der Überschuss von 1,252 Millionen wird der allgemeinen Rücklage zugeführt. Darin enthalten sind 750 000 Euro Stabilisierungshilfe des Freistaats Bayern.

Unterdeckungen ausgeglichen

Im Unterabschnitt Abwasserbeseitigung entstand eine Unterdeckung von 28 477 Euro, bei der Wasserversorgung von 31 858 Euro. Der Ausgleich erfolgte jeweils durch Entnahme aus der Sonderrücklage.

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat dem Landkreis Kulmbach die Qualitätssiegel "Digitale Bildungsregion" und "Bildungsregion Bayern" verliehen. Die Auszeichnung richtet sich an die Angebote in den Kommunen. Deshalb hat sie der Landkreis Kulmbach an den Markt Marktleugast weitergeleitet, weil hier ein wichtiger Beitrag für die Qualität und Attraktivität der Bildungsangebote geleistet werde.

Zwei Bauvorhaben hat das Gremium abschließend genehmigt. Ramona und Heiko Müller aus Marienweiher 191 hatten die Aufstockung ihrer Doppelgarage durch ein Satteldach genehmigt, das als Lagerraum genutzt werden soll. Laura Popp und Sascha Weingardt wollen in der Mannsflurer Lippastraße eine Doppelgarage errichten und die bereits bestehende Garage künftig als Wohnraum nutzen.