Nach bundesweitem Aufschrei: Entscheidung zu Lokal in Franken gefallen

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Nach bundesweitem Aufschrei: Entscheidung zu Lokal in Fürth gefallen
Der Aufschrei war groß: Die Pizzeria Zulu in Fürth sorgte im Herbst 2025 mit einem Aushang für Aufregung und wurde mehrfach angezeigt.
Fürth: Entsetzen nach Restaurant-Aushang - "30er-Jahre sind zurück"
NEWS5 / David Oßwald
Nach bundesweitem Aufschrei: Entscheidung zu Lokal in Fürth gefallen
Der Aufschrei war groß: Die Pizzeria Zulu in Fürth sorgte im Herbst 2025 mit einem Aushang für Aufregung und wurde mehrfach angezeigt.
Fürth: Entsetzen nach Restaurant-Aushang - "30er-Jahre sind zurück"
NEWS5 / David Oßwald
Nach bundesweitem Aufschrei: Entscheidung zu Lokal in Fürth gefallen
Der Aufschrei war groß: Die Pizzeria Zulu in Fürth sorgte im Herbst 2025 mit einem Aushang für Aufregung und wurde mehrfach angezeigt.
Fürth: Entsetzen nach Restaurant-Aushang - "30er-Jahre sind zurück"
NEWS5 / David Oßwald
Nach bundesweitem Aufschrei: Entscheidung zu Lokal in Fürth gefallen
Der Aufschrei war groß: Die Pizzeria Zulu in Fürth sorgte im Herbst 2025 mit einem Aushang für Aufregung und wurde mehrfach angezeigt.
Fürth: Entsetzen nach Restaurant-Aushang - "30er-Jahre sind zurück"
NEWS5 / David Oßwald

Ein Lokal in Franken sorgte im Herbst mit einem Anti-Israel-Aushang für helle Aufregung - es gab mehrere Anzeigen. Nun liegen Neuigkeiten zu den Ermittlungen vor.

"Israelische Bürger sind in diesem Lokal nicht willkommen. Natürlich werden sie wieder willkommen sein, sobald sie sich entscheiden, ihre Augen, Ohren und Herzen zu öffnen", stand im Herbst 2025 auf einem Aushang der Fürther Pizzeria Zulu. Das Schreiben sorgte in ganz Deutschland für massive Kritik. Als "glasklaren Antisemitismus" bezeichnete die israelische Botschaft in Berlin den Vorfall etwa auf der Plattform X.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Nürnberg-Mittelfranken forderte in den sozialen Medien gar: "Menschen mit Würde und Anstand sollten um so einen Laden künftig einen sehr großen Bogen machen." Der Restaurantbetreiber hatte damals laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärt, dass das Plakat nach zwei oder drei Stunden wieder entfernt worden war. Es sei nicht antisemitisch gewesen und habe auch keine Beleidigung enthalten, sagte er. Viele Menschen sahen das jedoch anders - bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gingen mehrere Anzeigen ein. 

Ermittlungen zu Anti-Israel-Aushang von Fürther Pizzeria Zulu eingestellt

Heike Klotzbücher, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, äußerte sich nun gegenüber der dpa zu den Ermittlungen. Der Aushang hat demnach keine juristischen Folgen für das Lokal. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung seien eingestellt worden. Der Straftatbestand sei nicht erfüllt.

Bereits im Oktober teilte der Integrationsbeirat der Stadt Fürth mit, dass es einen intensiven Dialog zwischen der israelitischen Kultusgemeinde Fürth und dem Betreiber der Pizzeria gegeben habe. "Es hat ein langes und intensives Gespräch gegeben", erklärte Julia Tschekalina, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth. Der Beirat begrüße die Bemühungen um Entschuldigung des Wirts.

Dennoch sei der Vorfall "unvereinbar mit den Grundwerten unserer Gesellschaft", hieß es in der Mitteilung. "Kein Mensch darf pauschal ausgeschlossen werden – weder wegen Herkunft, Religion oder Staatsangehörigkeit", betonte auch Seden Kantarci, Vorsitzende des Integrationsbeirats Fürth.

Wirbel um Aushang in Fürther Lokal: "Israelische Bürger sind in diesem Lokal nicht willkommen"

Hintergrund des Aushangs war offenkundig der Krieg in Gaza. Der vollständige Text des Aushangs der Pizzeria ist auf einem Bild zu lesen, das die israelitische Kultusgemeinde Fürth veröffentlichte:

"Wir lieben alle Menschen, egal woher sie kommen. Wir glauben, dass die Kinder dieser Welt unter keinen Umständen angetastet werden sollten. Wir sind ein internationales Team. Wir gehören zur Zivilgesellschaft und werden daher nicht wie der Rest der Welt tatenlos zusehen. Deshalb haben wir uns entschieden, zu protestieren. Unser Protest hat keinen politischen, geschweige denn rassistischen Charakter."

Und weiter: "Israelische Bürger sind in diesem Lokal nicht willkommen. Natürlich werden sie wieder willkommen sein, sobald sie sich entscheiden, ihre Augen, Ohren und Herzen zu öffnen."