Zwei Verletzte bei Crash auf der B22: "Rücksichtslose" Autofahrer sorgen für Entsetzen

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Schwerer Unfall auf der B22 im Kreis Bayreuth
Auf der B22 ist es bei Speichersdorf zu einem schweren Unfall gekommen.
Schwerer Unfall auf der B22 im Kreis Bayreuth
Kreisbrandinspektion Bayreuth

Bei einem Frontal-Crash auf der B22 erlitten zwei Menschen teils mittelschwere Verletzungen. Das Verhalten mancher Autofahrer nach dem Unfall sorgten bei den Einsatzkräften für Entsetzen.

Am Dienstag (6. Januar 2026) war ein 35-Jähriger mit seinem Auto auf der B22 von Bayreuth kommend in Richtung Speichersdorf unterwegs, als er gegen 15.30 Uhr auf die Gegenfahrbahn geriet und mit dem entgegenkommenden Wagen einer 27-Jährigen kollidierte. An der Unfallstelle gab der Mann an, dass er aufgrund eines sogenannten Sekundenschlafs auf die Gegenfahrbahn kam. Davon berichtete die örtliche Polizei am Mittwoch.  

Wie die Kreisbrandinspektion Bayreuth und das Rote Kreuz berichten, wurde der Notarzt mit dem Rettungshubschrauber an die Einsatzstelle geflogen, je ein Rettungswagen des BRK Kreisverbandes Bayreuth und des privaten Rettungsdienstes SKS war vor Ort. Beide Autofahrer wurden nach Untersuchung durch den Hubschrauber-Notarzt mit Rettungswägen in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung gefahren.

Frontal-Crash auf der B22 im Kreis Bayreuth - Autofahrer ignorieren Absperrung nach Unfall

Die Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Ortschaften sowie Feuerwehrführungskräfte waren mit insgesamt 45 Einsatzkräften vor Ort, darunter zwei Notfallseelsorger. Neben der Einrichtung einer Vollsperrung der B22 von der Abzweigung Speichersdorf Nord (Zeulenreuth) bis zur Abzweigung Seybothenreuth Süd stellte die Feuerwehr den Brandschutz an der Unfallstelle sicher und holte die Besatzung des Rettungshubschraubers von dessen Landeplatz ab.

Gegen 16.15 Uhr konnte der Schwerlastverkehr aus dem abgesperrten Bereich an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Gegen 16.40 Uhr trafen die Abschlepptransporter sowie Vertreter des Straßenbaulastträgers an der Einsatzstelle ein. Für eines der völlig demolierten Fahrzeuge war der Einsatz eines Bergekrans erforderlich. Die Vollsperrung der B22 in diesem Bereich konnte noch am Abend aufgehoben werden. Laut der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 30.000 Euro.

Während die Feuerwehren auf Anordnung der Polizei den Verkehr umleiteten und die B22 teilweise sperrten, kam es zu mehreren Zuwiderhandlungen von Autofahrern, die die Absperrungen missachteten. Laut der Feuerwehr zeigten sie "ein besonders rücksichtloses Verhalten". Feuerwehr und BRK weisen darauf hin, dass dadurch Einsatzkräfte gefährdet werden, die sich bei ihrer oft schwierigen Arbeit darauf verlassen müssen, dass aufgrund der Absperrung keine Fahrzeuge mehr auf der Straße fahren. Bei einem etwaigen Unfall würden die Fahrer aber auch sich selbst gefährden. Das festgestellte Fehlverhalten wurde durch die Feuerwehreinsatzkräfte an die zuständige Polizei vor Ort weitergemeldet.