Fürth
Ermittlungsstand

Täter bei Messerangriff vor Bäckerei in "psychischem Ausnahmezustand" - so geht es dem Opfer

Einen Tag nach dem furchtbaren Messerangriff vor einer Bäckerei in Fürth informiert die Polizei über den aktuellen Ermittlungsstand. Das ist zum Täter und zum Gesundheitszustand seines Opfers bekannt.
Messerangriff in Fürth: Opfer außer Lebensgefahr
Nach der Messerattacke in Fürth wurde das Opfer auf der Intensivstation behandelt. Am Sonntag (11. September 2022) schwebt es nicht mehr in Lebensgefahr. Foto: Adobe Stock/Christian Schwier (Symbolbild)
  • Nach Messerangriff vor Bäckerei in Fürth: Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellt Antrag auf vorläufige Unterbringung des Tatverdächtigen
  • Polizei: Täter befand sich bei Messerattacke "in psychischem Ausnahmezustand" 
  • Aktueller Gesundheitszustand am Sonntag (11. September 2022): Opfer "nicht mehr in akuter Lebensgefahr"

Am Samstag (10. September 2022) spielte sich eine brutale Messerattacke in der Fürther Innenstadt ab. Dabei wurde das Opfer, ein 59-jähriger Mann, lebensgefährlich verletzt. Einen Tag danach gibt die Polizei ein erneutes Update zum aktuellen Ermittlungsstand. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte nun einen Antrag auf vorläufige Unterbringung gegen den 56-jährigen Tatverdächtigen.

Update vom 11.09.2022, 13.08 Uhr: Messerattacke in Fürth - Täter stand unter gesetzlicher Betreuung

Nach bisherigem Ermittlungsstand griff der 56-Jährige gegen 8.30 Uhr vor einer Bäckerei in der Schwabacher Straße / Ecke Maxstraße unvermittelt einen 59-jährigen Mann mit einem Messer an. Dieser erlitt hierdurch lebensbedrohliche Verletzungen und musste in einem Krankenhaus auf der Intensivstation versorgt werden, erläutert die Polizei. Der 59-Jährige befindet sich derzeit "nicht mehr in akuter Lebensgefahr".

Wenige Augenblicke nach dem Messerangriff konnte der 56-jährige Tatverdächtige durch zwei Streifen der Polizei noch vor Ort festgenommen werden.

Die Mordkommission der Fürther Kriminalpolizei führte die weiteren Ermittlungen zur Klärung der Hintergründe der Tat in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

Tatverdächtiger wurde in Fachklinik eingewiesen

Nach umfangreich durchgeführten Umfeldermittlungen ergaben sich keinerlei Hinweise, welche auf ein islamistisches oder politisches Motiv schließen lassen würden.

Vielmehr ist davon auszugehen, dass der 56-jährige Tatverdächtige, welcher aufgrund einer entsprechenden medizinischen Indikation unter gesetzlicher Betreuung steht, sich während der Tatausführung "in einem psychischen Ausnahmezustand befand", so die Polizei.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte gegen den Tatverdächtigen Antrag auf vorläufige Unterbringung in einer Fachklinik wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Der unter gesetzlicher Betreuung stehende 56-Jährige wurde am Sonntag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Unterbringung in einer Fachklinik anordnete, wie die Polizei mitteilte. 

Update vom 10.09.2022, 14 Uhr: Neue Details zum Messerangriff in Fürth

Am Samstagmorgen (10. September 2022) ereignete sich ein versuchtes Tötungsdelikt in der Fürther Innenstadt, erklärt die Polizei. Ein 56-jähriger Tatverdächtiger konnte noch vor Ort festgenommen werden.

Gegen 8.30 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein: Ein Mann sei vor einer Bäckerei in der Schwabacher Straße / Ecke Maxstraße mit einem Messer verletzt worden.

Zwei Polizeistreifen, die sich gerade in der Nähe des Tatortes aufhielten, waren innerhalb weniger Augenblicke vor Ort.

Polizei nimmt mutmaßlichen Messerstecher fest und stellt Tatwaffe sicher

Dort fanden sie einen schwer verletzten 59-jährigen Mann vor. Bis der Notarzt eintraf, leisteten die Beamten Erste Hilfe. Der 59-Jährige ist griechischer Staatsangehöriger. Nach einer Erstversorgung durch den Notarzt wurde er mit seinen lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gefahren.

Zudem nahmen die Beamten vor Ort einen 56-jährigen Tatverdächtigen widerstandslos fest. Die Tatwaffe konnte ebenfalls sichergestellt werden.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen in Fürth wohnhaften, türkischen Staatsangehörigen. Ersten Ermittlungen zufolge steht der 56-Jährige aufgrund einer entsprechenden Indikation unter gesetzlicher Betreuung.

Mordkommission ermittelt: Bisher kein Hinweis auf islamistisches Motiv

Die Mordkommission der Fürther Kriminalpolizei hat noch am Tatort die Ermittlungen zur Klärung der Hintergründe des Geschehens aufgenommen. In diesem Zusammenhang werden entsprechende Spuren am Tatort gesichert und weitere Ermittlungen im Umfeld durchgeführt.

Die Hintergründe der Tat konnten bislang nicht geklärt werden. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass sich der 56-jährige Tatverdächtige in einer psychischen Ausnahmesituation befand.

Hinweise, welche auf ein islamistisch oder politisch motiviertes Handeln schließen lassen würden, ergaben sich bislang nicht.

Erstmeldung vom 10.09.2022, 10.30 Uhr: Versuchte Tötung in Fürth - Polizei fasst Tatverdächtigen

Versuchte Tötung in Fürth: Am Samstagmorgen (10. September 2022) gegen 8.30 Uhr gingen gleich mehrere Notrufe ein, berichtet ein Polizeisprecher auf Nachfrage von inFranken.de.

Vor einem Bäcker in Fürth in der Schwabacher Straße Ecke Maxstraße war ein Mann mit einem Messer attackiert worden. Dabei war er lebensgefährlich verletzt worden.

Messerattacke in Fürth: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Wie die Polizei mitteilt, waren nur wenige Minuten später Streifen vor Ort.

Die Beamten konnten einen Tatverdächtigen im Bereich der Bäckerei festnehmen. Dabei handelt es sich um einen 56-jährigen Mann.

Zu den Hintergründen der Tat ermittelt nun die Kriminalpolizei. Unter anderem soll herausgefunden werden, ob es bereits eine "Vorbeziehung" zwischen den beiden gegeben hat.