Mina (2) aus Franken hat seltene Nervenkrankheit - Eltern bitten um Hilfe

1 Min
Fürth: Mina (2) hat seltene Nervenkrankheit - Eltern bitten um Hilfe
Ein Rollator hilft Mina beim Laufen. Trotz ihrer Einschränkungen lacht sie viel, wie ihre Mutter beobachten könne.
SplitImage 1779872224
Privat; Collage: inFranken.de
Fürth: Mina (2) hat seltene Nervenkrankheit - Eltern bitten um Hilfe
Mina bekommt jeden Samstag Reittherapie, die 35 Euro pro Stunde kostet.
SplitImage 1779888474
Privat; Collage: inFranken.de
Fürth: Mina (2) hat seltene Nervenkrankheit - Eltern bitten um Hilfe
Wegen ihrer neurologischen Krankheit braucht Mina Orthesen, um mobil zu sein.
SplitImage 1779888605
Privat; Collage: inFranken.de
Fürth: Mina (2) hat seltene Nervenkrankheit - Eltern bitten um Hilfe
Denise Lindner mit Tochter Mina Sophie.
Fürth: Mina (2) hat seltene Nervenkrankheit - Eltern bitten um Hilfe
Privat

Der Alltag der kleinen Mina aus Fürth ist geprägt von Therapien. Eine Krankheit stellt ihre Eltern vor große Herausforderungen.

"Sie ist so ein lebensfrohes Kind", sagt Denise Lindner über ihre zweijährige Tochter Mina Sophie. Doch sie könne immer wieder den Frust des willensstarken Mädchens aufgrund der körperlichen Einschränkungen spüren. Mina leidet an der seltenen neurologischen Erkrankung CMT1E mit Dejerine–Sottas-Phänotyp.

Die Schicht um ihre Nervenbahnen löst sich dabei immer mehr auf, erklärt die Fürtherin vereinfacht. Minas Nervenleitgeschwindigkeit sei verlangsamt, sodass sie nicht alleine laufen könne. Viermal pro Woche brauche sie Therapie. Viele weitere Behandlungen, Anwendungen und Anschaffungen werden das Mädchen sein Leben lang begleiten, so Lindner. Nicht immer unterstütze die Krankenkasse, sodass die Familie auf Anraten einer Ärztin die Öffentlichkeit mit einer Spendenkampagne um Hilfe fragt.

Familie aus Fürth möchte kranker Mina Leben erleichtern - "kämpfen uns durch"

"Wir kämpfen uns durch, seit sie auf der Welt ist", sagt Lindner. Mina kam demnach sechs Wochen zu früh auf die Welt und erlitt später zwei Hirnblutungen, die den motorischen Bereich des Gehirns betrafen. Durch die schwindenen Schichten um Minas Nervenbahnen könnte sie später unter einem Dauerkribbeln an den Beinen oder Nervenschmerzen leiden. Irgendwann könne auch ein Rollstuhl und damit ein größeres Auto nötig werden, führt die Erzieherin in Teilzeit aus. Der ungewisse Blick in die Zukunft belaste die Eltern neben ihren fordernden Aufgaben im Alltag.

Wichtig für das Mädchen sei es, die Muskeln ein Leben lang zu trainieren, um die Auswirkungen der Krankheit etwas zu kompensieren, erfährt inFranken.de weiter. Neben stetiger Physiotherapie möchten Minas Eltern ihr unter anderem Aquatherapie sowie Osteopathie und Reittherapie ermöglichen. Auch das zwölfmonatige Reha-Konzept "Auf die Beine" der Uniklinik Köln komme für die Familie infrage. Bei Rehaaufenthalten würden die Übernachtungskosten für das zweite Elternteil ebenfalls nicht übernommen, so Lindner. 

Falls es zudem irgendwann eine wirksame Therapie gegen die Krankheit gebe, solle Mina in der Lage sein, sie sich leisten zu können, lautet der große Wunsch ihrer Eltern. Auch vor großen finanziellen Herausforderungen steht eine Mutter aus Bamberg, die einen Millionenbetrag für die Therapie ihres Sohnes aufbringen muss.

Bitte um Spenden: Hoffnung auf "möglichst selbstständiges Leben"

Minas Eltern führen ein Sparkonto und hoffen auf weitere Spenden über die Plattform gofundme.com. Hier führt Denise Lindner die kostspieligen Anschaffungen für ihre Tochter auf. Weiter schreibt sie aus Sicht der Zweijährigen: "Ich möchte kämpfen. Ich möchte laufen. Ich möchte tanzen. Ich möchte springen. Ich möchte später ein möglichst selbstständiges Leben führen."

Weiter heißt es: "Jede Spende, jedes Teilen und jede liebe Nachricht helfen mir und meiner Familie mehr, als Worte ausdrücken können." Auch ein 35-jähriger Nürnberger bittet um Hilfe. Ärzte geben ihm noch wenige Monate, aber er hat eine Hoffnung. Weitere Nachrichten aus Fürth und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.