• 15-Jähriger geht auf TikTok mit Videos über Tod viral
  • Meistgeklicktes Video: 4,3 Millionen Aufrufe für Luis Bauer aus Fürth
  • Themen: Trauer, Tod und Bestattungen
  • Fürther beantwortet Fragen: "Wie lange dauert es, bis ein Toter verwest ist?"

Der 15-jährige Luis Bauer aus Fürth besucht die 10. Klasse eines Gymnasiums - und ist nebenberuflich im Bestattungswesen tätig. Zusätzlich berichtet er über seine Tätigkeit und den damit verbundenen Themen Tod, Trauer und Bestattungen auf TikTok - mit großem Erfolg. "Mein meistgeklicktes Video hat 4,3 Millionen Aufrufe", berichtet der 15-Jährige.

Fürther geht auf TikTok viral: Das sind die Inhalte

In der Regel stellt er eine Frage und beantwortet diese dann in seinen Kurzvideos. Beispiele dafür wären:

  • Zahnspange bei Toten: Bleibt drin oder muss raus? 
  • Bei wie viel Grad werden Tote verbrannt?
  • Wie lange dauert es, bis Tote verwesen?

Angefangen hätten seine Veröffentlichungen auf TikTok relativ spontan. "Es ist ja schon ein außergewöhnlicher Job. Eines Tages habe ich mir beim Waschen gedacht: Das ist so viel, was viele Leute gar nicht wissen, da lohnt es sich zu informieren", erklärt Luis Bauer inFranken.de. Danach sei er mit seiner Schwester ins Büro gefahren und habe sie gebeten, ihn zu filmen.

Aufklärung über Tod:  So kam der Fürther Schüler zu seinem Bestatter-Nebenjob

Am Tag nach der Veröffentlichung traute Bauer seinen Augen kaum: "Das allererste Video hatte 15.000 Aufrufe über Nacht", erzählt er. Nachdem er weitere Videos veröffentlicht hatte, nahmen auch die Klickzahlen immer mehr zu. Mittlerweile erhalte fast jedes seiner Videos die 100.000 Klicks. Auf seiner TikTok Seite haben einige Videos über eine Million Klicks. 

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Mit seinen Videos will der 15-Jährige aufklären. Einerseits über die Themen Trauer und Tot, andererseits auch über den Beruf des Bestatters. Luis Bauer redet offen und natürlich über vermeintliche Tabuthemen, gerade um diese zu enttabuisieren. Aus seiner Sicht wissen die Menschen zu wenig darüber. Er bekommt sein Wissen in seinem Nebenjob im Bestattungswesen mit. Diesen führt er im Unternehmen seines Vaters aus. Den hat Luis Bauer allerdings nicht einfach angenommen, sondern sich wie jeder andere darauf beworben. "Ich wollte das so", erläutert der Jugendliche. 

In seinem Umfeld ist das Thema durch TikTok auch sehr präsent geworden. "Meine Freunde haben mit ganz vielen Fragen reagiert", erinnert sich der Fürther Schüler mit dem Bestatter-Job. Seine Freundin hingegen filme ihn auch ab und an für TikTok. Seltener kämen ablehnende Reaktionen. Das TikTok-Profil inklusive Kurzvideos finden Sie hier. 

TikTok kann wie im Fall von Luis Bauer Lerninhalte vermitteln - allerdings gibt es auch gefährliche Trends. In Bayern kam eine Kuh ums Leben. Wie das mit der chinesischen Social Media Plattform zusammenhängen könnte, lesen Sie hier.

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