Der Herbst bringt Unwetter nach Franken: Auch am Donnerstag (15. September 2022) geht es ordentlich nass und ungemütlich weiter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt aktuell vor Starkregen, der im Laufe des Vormittags in etlichen fränkischen Regionen herunterprasseln soll. Aber auch am Nachmittag kann es in Franken stellenweise noch heftig schütten.

Wer draußen unterwegs ist, sollte daher nicht nur unbedingt Regenschirm und Cape dabei haben. Für Autofahrer gilt außerdem: Während des Platzregens kann es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen auf den Straßen kommen.

Wetter in Franken: Starkregen in etlichen Regionen

Für folgende Städte und Landkreise meldet der DWD Starkregen, was bereits der Warnstufe 2 von 4 entspricht:

  • Kreis und Stadt Bamberg
  • Kreis und Stadt Bayreuth
  • Kreis Erlangen-Höchstadt und Stadt Erlangen
  • Kreis Forchheim
  • Kreis und Stadt Fürth
  • Kreis Haßberge
  • Kreis und Stadt Hof
  • Kreis Kulmbach
  • Kreis Lichtenfels
  • Kreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim
  • Stadt Nürnberg
  • Kreis Roth
  • Stadt Schwabach
  • Kreis und Stadt Schweinfurt
  • Kreis Weißenburg-Gunzenhausen
  • Kreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge
  • Kreis und Stadt Würzburg

Dass das Wetter nach der längeren Hitzeperiode im Sommer nun so umschlägt, liegt aktuell vor allem an zwei Luftmassen, die über uns aufeinanderprallen, erklärt der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs. Von Portugal aus erreicht Franken feuchtwarme Luft aus dem Mittelmeerraum, die nach Norden zieht. Gleichzeitig strömen kühle Luftmassen von Südschweden her über die Nordsee herunter nach Deutschland.

Konkret bedeutet das: "Diese beiden unterschiedlichen Luftmassen prallen bei uns direkt aufeinander und es bildet sich eine Luftmassengrenze, an der sich die Wettervorgänge immer mehr intensivieren", erklärt der Stefan Ochs in seiner Vorhersage. "Die größten Niederschlagsmengen von 50 mm sollen dabei in einem von West nach Ost über Erlangen verlaufenden Streifen zusammenkommen. In der Realität kann sich dieser Streifen aber durchaus noch um 50 Kilometer nach Norden oder Süden verschieben."

Das gewittrige Wetter hält wohl auch noch bis in die Mittagsstunden des Donnerstags an. Erst danach kann sich die kühle, trockene Luft durchsetzen, die Wetterlage beruhigt sich und die Sonne scheint wieder – zumindest vorübergehend, prognostiziert Stefan Ochs. Die Temperaturen reichen von frischen 17 Grad in Bamberg bis zu 20 Grad in Windsbach.

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"Von Freitag bis nächsten Montag ist es für die Jahreszeit sehr ungemütlich", meldet der "Wetterochs" weiter. Das liege an einem breiten Strom von Polarluft, der nach Mitteleuropa zieht. "Eine wechselhafte Witterungsperiode auf einem Temperaturniveau wie sonst eigentlich Mitte Oktober!" Zudem treibt ein starker Westwind viele Regenschauer über Franken. Am Sonntag wird es mit maximal 11 Grad noch einmal kühler, nachts sinkt das Thermometer sogar auf 6 Grad.

Bis zur Mitte der nächsten Woche rechnet der Meteorologe mit weiteren Regenschauern, zwischendurch könne das Wetter aber immer wieder aufheitern. Die Temperaturen steigen aber nur sehr zögerlich an.

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