Nach einem durchwachsenen Wochenende mit Gewittern, heftigen Regenschauern und frischem Wind startet die neue Woche wieder ordentlich warm. Hoch "Oscar" bringt von Norden her Sonne und Temperaturen von über 30 Grad nach Bayern, sagte Meteorologe Jens Kühne vom Deutschen Wetterdienst (DWD) voraus. Am heißesten wird es dabei voraussichtlich wieder in Franken.

Ein Ende des Sommers 2022 ist aktuell noch nicht in Sicht: Der August geht sonnig und warm weiter. Laut dem fränkischen Wetterexperten Stefan Ochs wird es jeden Tag ein bisschen wärmer: "Die Höchsttemperaturen klettern von Tag zu Tag um 1 bis 2 Grad, das heißt, wir kommen am nächsten Samstag bei 34 Grad an."

Wetter in Franken: Hoch "Oscar" lässt Temperaturen wieder steigen

In der Zwischenzeit ist es überwiegend heiter und nur gelegentlich wolkig, sagt der "Wetterochs" voraus. Auch unter der Woche liegen die Temperaturen bei rund 30 Grad, dazu weht hin und wieder eine frische Brise aus nordöstlicher Richtung. Die Luft bleibe aber dabei sehr trocken.

Länger auf sonnige Tage warten müssten dagegen mittlere Höhenlagen am Alpenrand, sagt DWD-Sprecher Kühne. Dort könnten Wanderer am Montag (8. August 2022) und Dienstag noch in Wolken unterwegs sein - allerdings zunächst auch bei angenehmeren Temperaturen von rund 25 Grad.

In der zweiten Wochenhälfte dürften die Temperaturen dann im gesamten Freistaat noch etwas steigen: Grundsätzlich gelte dann, was die Menschen in Bayern schon aus den vergangenen Wochen gewohnt sind: Während an den Alpen, vor allem im Berchtesgadener Land und im Allgäu, weiter Regenschauer möglich seien, heiße es in Franken wegen der trockenen Witterung wieder "Blumen gießen". Dementsprechend hoch bleibt auch die Waldbrandgefahr in manchen fränkischen Landkreisen.

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Am Freitag (12. August) streift Franken dann ein sogenannter Kaltlufttropfen: "Dabei handelt es sich um ein abgeschlossenes Gebiet hochreichend kühler Luft, das in diesem Fall mit seinem Zentrum von Osteuropa kommend nach Österreich zieht", erklärt Stefan Ochs in seiner aktuellen Prognose. Dadurch seien vor allem in Richtung Oberpfalz vereinzelte Regenschauer möglich. Die Höchsttemperaturen werden wohl nur minimal sinken. "Auf jeden Fall scheint die Sonne recht häufig."

Höchsttemperatur am Wochenende - nachts gibt es Erfrischung

Der wärmste Tag der Woche fällt wahrscheinlich aufs Wochenende: Am Samstag könnte das Thermometer nämlich auf 34 Grad klettern. Während die Temperaturen in der Nacht anfangs noch auf frische 10 Grad abkühlen, wird sich laut Experten auch das in der nächsten Woche ändern. Dann wird es nicht mehr kühler als 15 Grad. Die Nächte bleiben also mild und sommerlich. Immerhin bleibt es bei der Hitze angenehm windig: "Der tagsüber gelegentlich frische Wind weht beständig aus Nordost bis Ost."

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Doch auch nach der aktuellen Woche könnte es ähnlich heiß und sonnig weitergehen: Hoch "Oscar" verspricht nämlich "die längste Schönwetterphase des gesamten Sommers 2022", sagt Wetterexperte Dominik Jung voraus. Auch er prognostiziert für die kommenden Tage "Sonne satt und blauen Himmel". Damit steige aber auch die Waldbrandgefahr auf Stufe 4 oder sogar 5.

"Die Pegel der deutschen Flüsse sinken munter weiter. Schon jetzt ist die Schifffahrt oft nur noch eingeschränkt möglich", gibt Jung zu bedenken. "Regen ist in den kommenden Tagen einfach nicht in Sicht. Die große Dürre dauert auf unbestimmte Zeit an und dazu wird es immer wärmer." Die Ausnahme sei dabei der Südosten Bayerns: Dort könne es am Freitag und Samstag zumindest ein paar Schauer mit Gewittern geben. "Das ist aber alles noch sehr unsicher", betont Jung.

Wetterexperte warnt: Dürre wird noch andauern

Das sieht Stefan Ochs ähnlich: Bis einschließlich Samstag gebe eine keine nennenswerten Niederschläge. "Der Freitag bringt höchstens unbedeutende Regenschauer und an den anderen Tagen ist Regen quasi ausgeschlossen." Erst ab Sonntag zeigen die Wettermodelle vereinzelt stärkere Regenfälle.

Besonders der Natur macht die aktuelle Hitzeperiode zu schaffen: "Die Dürre ist sogar schon schlimmer als 2018 und sie verstärkt sich weiter", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met. "Das wird wahrscheinlich der trockenste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881."

th/nscho/dpa

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