Bei zahlreichen Kontrollen haben die fränkischen Polizeiinspektionen am Montagabend und in der Nacht auf Dienstag alle Hände voll zu tun. Partys wurden aufgelöst, weil laute Musik die Polizei erst auf die Feier aufmerksam machte oder Autofahrer gestoppt, da sie nicht hätten unterwegs sein dürfen. inFranken.de hat hier viele lokalen Meldungen zusammengefasst.

Noch bis zum 10. Januar sind in Bayern Ausgangsbeschränkungen und nächtliche Ausgangssperren in Kraft. Kurz gesagt heißt das, dass man aktuell seine Wohnung oder das Haus nur mit einem triftigen Grund verlassen darf. Das ist zum Beispiel der Weg zur Arbeit, Versorgungsgänge oder Notfälle. Ab 21 Uhr werden die Regeln verschärft, dann darf nur noch bei einem medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfall, Ausführung von Arbeit oder die Begleitung Sterbender erlaubt. Zusammengefasst wird alles in der elften Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Corona-Verstöße in Franken: Polizei muss zahlreiche Menschen anzeigen

Party aufgelöst - Feiernde versuchen zu fliehen: In Ansbach hielten sich am Montag (28.12.2020) gegen 17 Uhr entgegen den geltenden Infektionsschutzbestimmungen elf junge Menschen im Alter zwischen elf und 18 Jahren im Garten hinter dem Jugendzentrum auf und feierten dort. Das meldet die zuständige Polizeiinspektion. Beim Anblick einer Polizeistreife versuchten sie, in die Innenstadt zu flüchten, dies konnte jedoch verhindert werden. Nach der Feststellung der Personalien wurde den Anwesenden ein Platzverweis erteilt.

Ohne Grund auf Bundesstraße unterwegs - Anzeige: Montagabend (28.12.2020) gegen 22.30 Uhr wurden verschiedene Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße B279 zwischen Großeibstadt und Saal an der Saale einer Kontrolle unterzogen. Laut Polizeibericht der Station in Bad Königshofen konnten Zwei der Kontrollierten keine triftigen Gründe zum Verlassen ihrer Wohnungen beziehungsweise Unterkünften nach 21 Uhr vorweisen. Sie müssen Sie nun mit einer Anzeige rechnen.

Besorgungsfahrt zur Tankstelle war kein triftiger Grund: Am Montagabend (28.12.2020) nach 21 Uhr nannte ein junges Pärchen bei einer Verkehrskontrolle als triftigen Grund für die Fahrt in Herzogenaurach, dass sie sich noch etwas zum Trinken besorgen wollten. Diese Fehlplanung bei ihrer Vorratshaltung führt auch zu einem Bußgeldverfahren. Sie wurden angezeigt.

Zwei Verstöße innerhalb kürzester Zeit: Auch in Dinkelsbühl kam es am gestrigen Montagabend (28.12.2020) zu zwei Anzeigen wegen Verstößen gegen die nächtliche Ausgangssperre. Wie die Inspektion am Tag danach schreibt, hatten Polizisten kurz vor 22 Uhr das Auto einer 19-jährigen aus Feuchtwangen in der Straße am Brühl angehalten. Kurz nach 22 Uhr dann stoppten die Polizisten in der Nördlinger Straße das Fahrzeug eines 47-jährigen Mannes aus Dinkelsbühl. Beide Personen konnten keine relevanten Gründe nennen, warum sie noch unterwegs waren und zudem dritte Personen besucht hatten, weswegen ein Bußgeldverfahren eingeleitet wurde. Über die Höhe des Bußgelds wird ein beiden Fällen das Landratsamt Ansbach entscheiden.

Laute Musik verrät Party - Polizei beendet sie: Ebenfalls am Montagabend fiel Beamten der Polizeiinspektion Lichtenfels bei einer Kontrolle in Buch am Forst laute Musik aus einem Anwesen auf. Nach Angaben der Polizei konnte die Streife daraufhin fünf Männer feststellen. Sie konsumierten Alkohol, hielten keinen Abstand und trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung. Bei der Feststellung der Personalien wurde klar, dass die Fünf aus fünf unterschiedlichen Haushalten stammen. Alle Personen wurden belehrt und erhalten zudem eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

Unerlaubte Grillfeier hat Konsequenzen: In der Nacht vom Montag auf Dienstag (29.12.2020) trafen sich drei Männer in einem Gartengrundstück im Bereich Weisendorf bei Herzogenaurach und hielten eine Grillfeier ab. Die örtliche Polizei informiert, dass sie dabei die Verbote des Infektionsschutzgesetzes. Die drei Männer stammen nicht aus dem Bereich Weisendorf. Deswegen wurde die Feier beendet und Bußgeldverfahren eingeleitet. Der Bußgeldkatalog sieht 500 Euro Bußgeld für diese Verstöße pro Person vor.