Täglich Temperaturen jenseits der 30 Grad: Ein sogenannter Heat Dome hält Franken im Schwitzkasten. Die Tendenz geht sogar noch weiter nach oben.
Die Hitzewelle hat Franken und Bayern weiter fest im Griff - und arbeitet sich in der zweiten Wochenhälfte langsam weiter auf dei 40-Grad-Marke zu.
Schon am Dienstag (23. Juni) kletterten die Temperaturen auf bis zu 35 Grad am Untermain. Wie geht es weiter? "Es wird jeden Tag heißer", prognostiziert der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs ("Wetterochs"). Anfangs - also am Mittwoch - liegen die Tageshöchsttemperaturen bei 34 Grad und am Samstag dann bei 39 Grad; heiße Aussichten also. Immerhin: Die Taupunkte gehen leicht zurück, das heißt es, schwül ist es dann nicht mehr, "nur noch total heiß", erklärt der Experte.
Immer heißer: Am Freitag 40 Grad in Franken möglich
Am Mittwoch werden 30 Grad im Bayerwald und 35 Grad an der Donau erwartet, am unteren Main schon bis zu 38 Grad. Am Donnerstag geht es im Süden laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) rauf auf 32 bis 38 Grad, in Nordbayern kommt dann mit 33 bis 39 Grad sogar die 40-Prozent-Marke in Reichweite.
Der "kräftige Hochdruckeinfluss" bringt bis Freitag einen meist wolkenlosen Himmel, kaum Quellwolken und keinerlei Niederschlag. Die sogenannte Hitzeglocke ("Heat Dome") sorgt für sinkende Luftmassen. Diese komprimieren und erhitzen sich immer stärker. Weil sie dabei wie unter einer Glocke feststecken, erfolgt kaum ein Austausch mit kühlerer Luft. Die Hitze bleibt also einfach bestehen.
Die längere Trockenheit sorgt derweil auch für steigende Waldbrandgefahr: Ab Donnerstag ist die Gefahr in ganz Bayern hoch - das entspricht Stufe 4 von 5. Am Freitag soll vereinzelt die höchste Gefahrenstufe erreicht werden. Manche Kommunen reagieren bereits. Die Stadt Lohr am Main beispielsweise ordnete ein absolutes Verbot für jegliche Art von offenem Feuer an.
Heißes Wochenende könnte Hitzerekord pulverisieren - wann folgt die Abkühlung?
Am Wochenende kommt es womöglich zu neuen Hitzerekorden: Am Samstag sind bis zu 39 Grad möglich, schreibt der "Wetterochs" - das wäre ein Hitzerekord für Juni.
Erst am Sonntag folgt dann wohl die Abkühlung. Kühlere Atlantikluft von Westen bringt nachmittags Schauer, Gewitter und sinkende Temperaturen nach Franken. Spannend: Das komplette Gegenteil prognostiziert das Modell ECMWF/IFS, wie der "Wetterochs" berichtet. Demnach seien auch am Sonntag noch fast 40 Grad möglich, die Abkühlung komme laut diesem Modell erst einige Tage später.
Hält die Hitzewelle tatsächlich bis zum Wochenende an, wäre es an einigen bayerischen Orten "die längste Juni-Hitzewelle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Freistaat", berichtet der BR. Sogar der Allzeitrekord von 14 Tagen am Stück wackelt.
Wetterexperte Ochs erwartet in der kommenden Woche jedoch schon wieder eher wechselhaftes Wetter mit Regenfällen und Schauern. Die Höchsttemperaturen gehen von anfangs 25 Grad auf 20 Grad zur Wochenmitte zurück.